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Die europäische Zuckerfabrikation aus Runkelrüben, in Verbindung mit der Bereitung des Branntweins, des Rums, des Essigs und eines Caffee-Surrogats aus ihren Abfällen
Entstehung
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§ 127.

Gegen die Mitte des April bey günfliger Witterung,etwas fpäter bey weniger giüiitigen , tuTonders wenn inannoch Frölle zu beforgen hat, nimmt man die ilunkelrü-ben aus dem Sande, fondert die, welelic nicht ganz un-verdorben geblieben lind, von den bellen ab , und pflanztmit Verwerfung der Erllern nur die J.elztcrn in Reihen,auf lehr tief gepflügten, in fünf Ful's breite Beete, gear-beiteten Acker, mit zwey Fufs breiten Zwifehenfurchen,fo dafs die Rüben in gleichfeitigen Triang<dn { 5. Fi", t 'j.)gegenseitig zwey Fufs aus einander zu liehen kommen.Die Auspflanzung gefcliieht am bellen auf die Art, dafsinan mit einem zwey und ein halb Fufs langen , oben miteinem Querflückverfallenen drey Zoll dicken, unten fpilzzulaufenden, mit Eifen befchlagenen Fflanzpfahl, aul dieBeete an die Stellen , wo die Runkelrüben gepflanzt wer-den Tollen, Löcher einllüfst, die fo tief feyu muffen, alsdie Rüben lang find, und oben fo weit, dafs die zu pflan-zenden Runkelrüben Raum in der Tiefe und Weite finden.Die Rüben werden in diefe Löcher dcrgellalt eingeletzt,dafs nur der Tlieil des Kopfs, aus welchem der ßlälter-trieb entfpringt, vorileht. Den Raum zwilchen der Rübeund dem Loche, in welchem lie eingefetzt wird , fülltman mit einem Rumpf zugefpitzteu Stocke fo aus, dafsdie Runkelrübe auf den Seiten und an ihrem untern Endeüberall mit dem Boden in unmittelbarer Berührung zuliehen kommt. Wenn unter den ausuzpflanzenden Saa-menrüben (ich fo ilarke linden, dafs lie nicht in dem Lo-che Raum haben, welches man in dem Roden durch ge-rades Einftolsen des PilanzpfaliJs machen kann, fo darfman nur folchen, nachdem main ihn wenigltens fo tiefals die Rübe lang ill, eingcllolsen hat, auf allen Seitenvon der Mitte abwärts beugen, dadurch erweitert man dieOeffnurg im Boden hinreichend, um auch die gröfstenRüben darin einbringen zu können.

128.

Der Boden, auf welchem man die zum Saamenbau be-flimmten Riinkelriibenpflanzimgen anlegt, mufs zwar fofruchtbar leyn, dafs die Rüben Ilarke Stengel austreiben kön-nen, allein er darf nicht zu treibend, noch zuieucht feyn, inbeyden Fällen treibt zwar die Runkelrübe ftärkere Saa-menftcngel, und diefe breiten lieh and) in mehrere Ne-