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Der ProfelTor Beckmann *) hat die Mangoldartenjdie für den Gartenbau und die Oekonomie wichtig lind,näher unteri'ucht, und unterfchcidet von dem gemeinenund weifsen Mangold des Liane IVchs Arten. Der Liuii-kelrübe giebt er die Benennung des bochlLen Mangolds,weil lie hoher als die andern Arien wächlt, und wohl he-ben bis adit Fufs Hohe erreichen füll **). Er befclmibtfolche folgendermalsen: Die Blumen liehen an dem biu-mentragendeu Stengel zu drey bis vier beylämmen; di©Kelchblätter lind ausgekehlt und ohne. Wallen ; der Sten-gel ili Hark, nicht rund, fondern eckig und bindeltor-mig; die Farbe der Blätter, der Stengel und der Li übe,l’owohl innerlich als äufserlich, ili fehl' abwechselnd ***).Die Hübe wird grofser, als bey den andern Mangotdarten,wenn der Boden, die Witterung und andere JNebeuum*Itande ihren Wachsthum gleichmäfsig befördern
§- 9 -
Nach dem ProfelTor Jacquitt in Wien iii die Runkel-rübe eine Abart des weifsen Mangolds (Beta Clcfaund lie wird von demfelben JJeia Clcla altifjinia genannt,wofür lie auch der ProfelTor Succow liältf-f*). Nach demProfelTor Schkuhr hingegen ist die Runkelrübe eine
*) S. Gmndfälze der deutfehen Landwirthfchaft von JohannBeckmann, Ilofrath und ordentlichem ProfelTor der ükono-mifchen Wilienichaiteu in Güttingen. Göttingen, bey 3 . C.Dietrich. 1790. 8.
**) Boy meinen grofsen Saamenplantagcn von Runkelrüben habeich niemals folclie zu diefer Hohe erwachten leben. Ein lul-c.hcv hoher, durch grofscre Triebkraft des Bodens bewirkter"Wuchs ift daher wohl nur als Ausnahme des gewöhnlichen un-zufehen.
***) Herr ProfelTor Beckmann hefehreibt die Runkelrüben ind r r botnnifchen Sprache folgendcTgeltull \ „Beta ahiilima , flo—vibus teruis vel quaternis, folioiis e;d\cis inermibus cariuaiis,cniilo cralliiiimo lafriato , radiec inaxima rubro et albo intusvariegatu, loliis m:\ximis rul>en!ilms.‘ :
f) Auf einem rigoUen, fehv reichhaltigen Boden fand ich eineRunkelrübe, die tünf und zwanzig Beiliner Plund ohne Krau-tig wog, welches frcNÜch unter die Seltenheiten gehört.
•ff) S. Anlitngsgrümle der t heorelifciten und angeweadeten Bota-nik von D. G. A. Suecow, 2tc Auflage. lftcr Theil, 2terBand, pag. 201.
■(■ff) S. Sclikuhr’s hotanifclies Handbuch, ifter Theil, S.