XVI.
Zu Äeines Geburtstagfeier/')
An den Herausgeber der „Deutschen Rundschau".
Goethes Großneffe, der geistreiche Bonner ProfessorAlfred Nicolovius, schickte mir einmal „Abbildungen derbeiden Säuser, in denen Beethoven geboren wurde", das einein der Nheingasse, das andere in der Bonngasse gelegen. Ingleicher Weise könnte man schreiben von den beiden Iahren,in denen Seine geboren wurde. Sie, verehrter Freund, ver-anlassten mich vor zwei Iahren, den 13. Dezember 1797 inder „Deutschen Rundschau" als Seines Geburtstag zu be-grüßen. Vor kurzem wollte mich eine große deutsche Zeitung miteinem ähnlichen Auftrage für den 13. Dezember 1799 be-trauen. Es war mir sogar die Ehre zugedacht, in der Vater-stadt des Dichters die Festrede zu halten. Wenn ich leiderdarauf verzichten mußte, so lag der Grund keineswegs in derÜberzeugung, daß ein ausgesprochener Siebenundneunzigersich nicht an einer Feier im Jahre 1899 beteiligen dürfe.Freilich, die Gründe, welche in der „Deutschen Rundschau"für das erstgenannte Jahr zum Ausdruck kamen, bleiben involler Kraft bestehen; ja, sie werden noch verstärkt durch einigeseitdem hervorgetretene Tatsachen. Nach Seines Briefen anSaint Rene Taillandier vom 3. November 1851 und an seineSchwester vom 16. Juli 1853 unterliegt es keinem Zweifel,
-) Der Aufsatz wird wegen mancher wertvollen Stellen wiederabgedruckt, trotzdem mehrere Sätze mit solchen des oben S. 261 ff.mitgeteilten Artikels „Heine auf dem Lyzeum und Gymnasium zuDüsseldorf" fast wörtlich übereinstimmen.