II.
Keine vor dem Bonner Aniversitäts-Gericht.
Keines politische Ansichten sind sür seine schriftstellerischeTätigkeit von wesentlicher Bedeutung, für seinen Lebens-gang entscheidend geworden. Das ungünstige Arteil, dasseiner ganzen Persönlichkeit entgegen trat, hat auch diesenTeil seiner Gesinnungen als erheuchelt, oberflächlich, als einSpiel der Laune betrachten wollen, nur bestimmt, Aufsehenzu erregen, sich einen Namen zu machen, Anhänger, Freunde,Popularität zu erwerben. Ich finde nichts in seinem Leben,was ein so hartes Wort begründete. Beinahe aus seinenKnabenjahren läßt sich nachweisen, wie seine Ansichten sichstetig entwickelten; immer hat er sie ohne Rückhalt ausge-sprochen; zwischen den vertrautesten Briefen und seinen öffent-lichen Äußerungen wird man schwerlich eine Verschiedenheitgewahren. Wenn ich die Berichte aus Paris über dasJuli-Königtum lese, so scheint mir, der Verfasser eines Kom-pendiums der Politik oder Nationalökonomie würde sich aller-dings in mehr systematischer Folge ausdrücken, aber auchvon dem Scharfblick des Dichters, von seiner wundervollenGabe, die Dinge treffend zu bezeichnen, vieles lernen können.Was Keine vielleicht am meisten geschadet hat, ist seine Artüber politische Dinge scherzend oder spottend sich auszudrücken.Wer parlamentarischen Versammlungen beiwohnt, wird sichbald überzeugen, daß ein Redner, der eine glückliche Be-gabung sür witzige und spaßhaste Wendungen häufig benutzt,wohl augenblicklichen Beifall, aber selten nachhaltigen Ein-
Süffer, Seine. 4