IX.
Das älteste Manuskript
von 5). Äeincs „Romantischer Schule"*).
In Detmolds Nachlaß, den Briefen von Feine beigelegt,findet sich noch ein Manuskript ganz von Feines Sand. Esfüllt 72 Quartseiten mit der schönen, leicht zu lesenden Schrift,welche der Dichter aus seiner Jugendzeit sich bewahrt hatte.Jede Quartseite enthält ungefähr eine Oktavseite der Gesamt-ausgabe. Leicht erkennt man, daß etwas schon Gedrucktesvorliegt, nämlich ein Bruchstück der „Romantischen Schule",und zwar in der ältesten Gestalt. Bekanntlich wurde diesesWerk zuerst 1833 in der „Lurope litteruire" französisch ver-öffentlicht und erschien noch im selbigen Jahre in deutscherSprache unter dem Titel: „Zur Geschichte der neueren schönenLiteratur in Deutschland", zwei Teile, Paris und Leipzig,Feideloff und Campe. Erst 1836 in der zweiten deutschenAusgabe erhielt es den Namen: „Die Romantische Schule".Detmolds Nachlaß bietet uns offenbar den ältesten Entwurfdes Werkes. Sichere Kennzeichen beweisen, daß es nicht, wiefrüher gewöhnlich und noch von Strodtmann (Werke Bd. VI,S. VII) angenommen wurde, zuerst französisch, sondern daß esdeutsch, aber freilich sogleich für die „Lurope litteruire" ver-saßt wurde, um demnächst ins Französische übersetzt zu werden.Feine hat, wie man wohl sagt, gleich ins Reine geschrieben.Das Manuskript enthält zahlreiche Verbesserungen: Worte
") Vgl. Elsters Ausgabe der Werke V, 526 ff.