XI.
Zur neuesten Kieme-Literatur.
Heinrich Keines Familienleben. jVon seinem Neffen BaronLudwig von Embden. Mit 122bisher ungedruckten Familien-briefen des Dichters von den Aniverfitätsjahren bis zu seinemTode. Mit vier Bildern. Kamburg, Koffmann 61 Campe.1892. —ErnstElster, Keines Liebe zu Therese. In B. Scufferts„Vierteljahrschrift für Literaturgeschichte". Weimar, 5z. Böhla».1891. —Karl Kessel, Keines „Buch Le Grand". Ebenda. 1892.
In seinem Testamente vom 13. November 1851 sprichtKeine den Wunsch aus, daß alle Papiere und Briefe, dieer hinterließe, seinem Neffen Ludwig v. Embden zur Ver-fügung gestellt würden. Kerr v. Embden hat der Witweauch schon bei Ordnung des Nachlasses zur Seite gestandenund vermittelt, daß der bedeutendste Teil an den Sohn undNachfolger Campes überging und 1869 von Strodtmann ineinem Supplementbande zu der Gesamtausgabe von KeinesWerken veröffentlicht wurde. Neuere Biographen des Dichters,wie Karpeles und Proelß, haben ihm den Dank für wert-volle Mitteilungen ausgesprochen. Jetzt bringt das über diesenZeilen genannte Buch 122 bisher ungedruckte Briefe Keinesan seine Mutter und seine Schwester, seinen Schwager undseinen Onkel Kenry, unzweifelhaft eine wesentliche Bereiche-rung der zuerst von Strodtmann, zuletzt von Karpeles mitso großem Fleiße zusammengestellten Briefsammlungen. Aberdas Vorhandensein dieser Briefe hatte bereits vor zwölfIahren die älteste Schwester des Kerausgebers, Fürstin dellaRocca, sich geäußert, mit dem Bemerken, sie würden nicht