VII.
Äußerungen Keinesüber die musikalische Bearbeitung seiner Gedichte.
Keine hat stets auf die Komposition seiner Lieder großenWert gelegt. Er war nicht im eigentlichen Sinne Kennerder Musik; seine Berichte über die musikalischen Zustände inParis, wenn auch voll von treffenden Llrteilen und geist-reichen Bemerkungen, gehen doch nicht über die Grenze hinaus,die den Dilettanten von dem Fachmanne trennt. Er warauch keines Instrumentes mächtig. Der Versuch, ihn alsKnaben die Geige erlernen zu lassen, hatte keinen andern Er-folg, als daß er von dem wenig gewissenhaften Lehrer seineLieblingsmelodien sich vorspielen ließ. Aber er war im höch-sten Grade empfänglich für Musik, und welcher Dichter hatdie Zauber der Lorelei, die tönenden Gluten, in denen FrauMette untergeht, mit größerer Gewalt zum Ausdruck ge-bracht? Schon der Titel seiner Gedichtsammlung forderteden Komponisten auf; auch wird bereits aus sehr früher Zellberichtet, daß die Romanze der beiden Grenadiere von den:Düsseldorfer Tondichter Max Kreutzer in Musik gesetzt unddem Marschall Soult gewidmet wurde.
Zu Keines Jugendfreunden gehörte besonders währenddes ersten Berliner Aufenthalts der Musiker Joseph Klein,der Bruder des Komponisten Bernhard Klein, dessen Keinein den Briefen aus Berlin mit besonderem Lobe gedenktsi.
») Brief vom 16. März 1822, Werke XIII, 66 sVII, 57Sf. EinenNekrolog Joseph Kleins enthält die Kölnische Zeitung vom 21. Februar1862.