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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
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VI.

Äeine und Karl Äillebrand.

Aber Keines Verhältnis zu Killebrand ist, soviel ichweiß, niemals etwas bekannt geworden, ein Amstand, nurerklärlich durch die übergroße Abneigung meines verehrtenFreundes, von sich selbst zu reden. Am so dankbarer mußich für die folgende Mitteilung sein, die über die Leidens-zeit des Dichters und die Entstehung desRomancero" sointeressanten Aufschluß gibt. Will man eine unzweifelhaftereBestätigung, daß eine unverwüstliche geistige Kraft denDichter beseelte? Man darf es wiederholen: Wo findet sichin der Literaturgeschichte ein zweites Beispiel solcher Arbeiten,während solcher Leiden. Einem Menschen, der so etwasüber sich vermocht, will man Ernst, Ausdauer, Tiefe ganzabsprechen? und wissenschaftlichen Sinn dem, der sich unterden Qualen eines solchen Siechtums die umfangreichen,historisch-theologischen Werke Spittlers, Tholuks und Spal-dings vorlesen läßt? Wie viele gibt es in der literarischenZunft, die auch in gesunden Tagen dazu Lust und Ausdauerhaben? And wie liebenswürdig spricht sich die Güte desDichters in der tätigen Sorge für den jungen Landsmannaus, der das Los des Verbannten mit ihin teilte!

Alle Freunde Keines sind aber auch dem Verfasser desBriefes für die Dienste verpflichtet, die er dem Krankenleistete. Es ist ein sehr erfreulicher Gedanke, daß die unterso vielen Schmerzen entstandenen Gedichte gleich, da sie zumersten Male laut wurden, ihre Aufzeichnung durch die Kand