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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
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280 3u Äeines Geburtstagsfeier.

daß sein Geburtsjahr absichtlich von seinen Eltern in einerErklärung an preußische Behörden verändert wurde. In derDeutschen Rundschau" hatte ich den Anlaß dieser Fälschungdarin gesucht, daß man Keine 1816 die Auswanderung nachKamburg erleichtern wollte und deshalb nach dem Standeder preußischen Gesetzgebung den Achtzehnjährigen um zweiJahre verjüngen mußte. Am 18. Dezember 1897 veröffent-lichte Professor vr. David Kaufmann imPester Lloyd"einen Paß, den der hanseatische Konsul in London im Jahre1827 für Keine ausgestellt hatte. Meine Vermutung, daßKeine nach Kamburg ausgewandert sei, wird dadurch zurGewißheit; denn wäre er Preuße geblieben, so hätte nichtder hanseatische Konsul, sondern eine preußische Behörde denPaß besorgen müssen. Wichtiger ist, was sich den Aktendes ehemaligen Düsseldorfer Lyzeums entnehmen läßt, dasKeine während der Fremdherrschaft besuchte und so vielfachbald scherzend, bald mit wahrhaft liebevoller Erinnerung inseinen Schriften erwähnt*). In diesen Akten findet sich einBericht über das Schuljahr 1812/13, welcher zu der öffent-lichen Prüfung ain 23. und 24. August einlädt. Er enthältein Verzeichnis der 146 Schüler der sechs Klassen des Lyzeums,und unter den sechzehn Schülern der höchsten, der plilosophischenKlasse, wird Karry Keine aus Düsseldorf aufgeführt. In derphilosophischen Klasse wurden nach dem Bericht nicht mehrSprachen", sondernWissenschaften" getrieben und als solcheMathematik und Physik. Außerdem hielt der von Keine sohochverehrte Rektor Schallmeyer Vorträge über empirischePsycholgie und Logik, verbunden mit einer Kritik der phi-losophischen Systeme. Fiele Keines Geburtstag auf den

*) Die Kenntnis der Akten verdanke ich dem Direktor desDüsseldorfer Gymnasiums, Äerrn Or. Julius Asbach, und konnte aufGrund derselben in der Beilage der MünchenerAllgemeinen Zeitung"vom l l. Juni 1838 das Lyzeum und seine Beziehungen zu Äeineeingehend besprechen (oben S. 261 ff.). Wertvolle Rachrichten über dieeinzelnen Lehrer gibt Äerr Asbach in der Beilage vom 27. Oktober 1839.