XV.
Noch ein Wort über Ä. Ä ein es Geburtsjahr.
Das „Magazin für Literatur" vom 18. Juni 1898 ent-hält einen längeren Aufsatz „Keines Geheimnis" von FranzKeld. Es wird darin ausgeführt, Keines Eltern hätten dasGeburtsjahr ihres Sohns vom 13. Dezember 1797 auf den13. Dezember 1799 verlegt, um dadurch seine uneheliche Ge-burt zu verdecken. Die Ehe sei erst im Jahre 1798 abge-schlossen worden, und das „orthodoxe Rabbinat" in Düsseldorfhabe die Aufnahme des jungen Paares in die jüdische Ge-meinde deshalb so sehr erschwert, weil es „nach dem stadtbekanntgewordenen Fehltritt" in „zelotischer Muckerei" kein „verirrtesSchaf" in der Gemeinde habe dulden wollen. Auch die de-mütigende Zurücksetzung, die Keine in der Familie seinesreichen Onkels habe erfahren müssen, die Geringfügigkeit desihm bestimmten Vermächtnisses und die späteren Streitigkeiten,alles sei aus den Makel seiner Geburt zurückzuführen.
Wäre diese Behauptung unzweifelhaft richtig, so würdedoch der frivole Ton, in welchem sie vorgetragen wird, dieschärfste Rüge verdienen. Sie erweist sich aber jedem, dermit den Verhältnissen einigermaßen vertraut ist, als ganz un-haltbar. Die Jahreszahl 1798 — genauer das Datum des6. Januar 1798 — welche Kerr Keld in der BiographieKeines von Proelß S. 9 gefunden hat und für durchaus be-glaubigt erklärt, beruht in Wahrheit auf einer AngabeMaximilian Keines in seinen „Erinnerungen an KeinrichKeine und seine Familie", Berlin 1868, S. 7. Dies Buch
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