276 Noch ein Wort über K. Keines Geburtstag.
ist aber gerade in bezug auf die Familienverhältnisse, insbeson-dere auf Daten, durchaus unzuverlässig. Schon die vonStrodtmann in der „Deutschen Rundschau" (1877, Bd. XII,S. 93ff.) veröffentlichten Briefe von Keines Mutter lassendeutlich die Kindernisse erkennen, welche die Rabbiner 1796,also lange vor Keines Geburt, der Verbindung zwischen Sam-son Keine und Peira v. Geldern entgegenstellten. Am 8.November 1796 kann die Braut aber melden, der Widerstandsei glücklich überwunden, und man müßte schon danach an-nehmen, die Ehe sei Ende 1796 oder Anfang 1797 zum Ab-schluß gekommen. Der letztere Zeitpunkt wird aber ganz un-zweifelhaft durch drei von Gustav Karpeles in der Zeitschrift„Der Abend" am 24. März 1892 veröffentlichte Urkunden").In der ersten, datiert vom 31. Januar 1797, unterzeichnenSamson Keine als Bräutigam uud Betty Geldern als Brauteine Vereinbarung mit Bettys verheirateter Schwester Bru-nelle. Einige Tage später schreibt Samson Keine eigenhändig:„Bescheinige hiemit von wegen der Erbschaft meines ver-storbenen Kerrn Schwieger Vatter Medicin Doktors vanGeldern, weder an meiner Schwägerin Johanna van Geldernnoch ail ihre Afecten unter keinerley Vorwande etwas zu for-dern zu haben. So geschehen zu Düsseldorf, den 8. Febr.1797." Eine dritte Arkunde vom 5. Februar 1797 erwähntausdrücklich „Beierle v. Geldern und respect. ihren EhemannS. Keine" als Mitkontrahenten. Die Ehe des Paares mußalso zwischen dem 31. Januar und 5. Februar 1797 statt-gefunden haben, und da wir zudem — von Maximilian KeineS. 135 mitgeteilt — ein Gedicht Keines zum Kochzeitstageseiner Eltern besitzen, das vom 1. Februar 1813 datiert ist,so läßt sich der 1. Februar 1797 mit vollkommener, ur-kundlicher Sicherheit als Kochzeitstag der Eltern feststellen.
*) Meinem Aufsatze „Keine auf dem Lyzeum und Gymnasium inDüsseldorf" muß ich beifügen, daß Kerr Karpeles in jenen „NeuenVeröffentlichungen über Keinrich Keine" sich auch zugunsten des Ge-burtsjahres 1797 ausgesprochen hat.