274 Äeine auf dem Lyzeum und Gymnasium zu Düsseldorf.
Widerspruch, der die Entstehungszeit der „Wünnebergiade"zweifelhaft machen könnte. Wäre sie also wirklich von einemGymnasialschüler verfaßt, so müßte Keine 1815 noch aufdem Gymnasium gewesen sein.
Es läßt sich nicht mit Sicherheit bestimmen, welchenEinfluß der neue Lehrplan, demgemäß die Schüler je zweiJahre in Sekunda und Prima blieben, auf Keines Studien-gang ausüben konnte oder ausgeübt hat. Das Programmvon 1815 und einige Daten bezüglich der 1813 in einerjüngeren Klasse des Lyzeums erwähnten Schüler legen nurdie Vermutung nahe, daß es mit dem gewöhnlichen Verlaufnicht im Widerspruch stände, wenn Keine das Gymnasiumim Frühling oder im Kerbst 1815 verlassen hätte. So wirdSethe — 1813 in der ersten Klasse, also ein Jahr hinterKeine — im Kerbst 1816 entlassen, Pelmann — 1813 inder zweiten Klasse, zwei Jahre hinter Keine — 1817, Daniels
— 1813 in der dritten Klasse, also drei Jahre hinter Keine
— 1818. Daß August Lottner, Keines Mitschüler in derphilosophischen Klasse, am 25. August 1814 bei der öffent-lichen Prüfung noch eine Rede hielt, wurde schon erwähnt. Einebestimmte Entscheidung für Keines Abgang wird freilichdurch alle diese Daten doch nicht gewonnen. Dagegen sprichtwieder die Angabe, Keine habe sich im Frühjahr 1815 fürden Kriegsdienst gemeldet, für das Geburtsjahr 1797, dennein Anerbieten dieser Art schickt sich doch besser für einen17jährigen als einen 15jährigen. Äberblickt man dann dasauf den vorhergehenden Seiten Zusammengestellte, so mußes schon für sich allein die Wagschale zugunsten von 1797neigen, und vereinigt man damit, was in der SeuffertschenVierteljahrsschrift 1891 von Ernst Elster, in der „DeutschenRundschau" von mir ausgeführt wurde, so scheint kaum nochein Zweifel möglich, daß Keinrich Keine nicht 1799, sondern1797 zur Welt kam.