Lehrkörper und Programme der Lyzeums. 267
Schramm, später Vorsteher der Universitätsbibliothek in Bonn,den „liebenswürdigen Professor Breuer, der für mathema-tische Wissenschaften hinlänglich gesorgt hatte", den Professor„Cramer" — sein wahrer Name ist Cremer —, der in derersten Klasse ausgewählte Stücke aus Livius, Cicero, Cur-tius, Virgil und Koraz erklärte und die griechische Sprachenach dem noch in meiner Jugend gebräuchlichen Elementar-buche von Jacobs vortrug. And so wäre noch manches an-zuführen. Nur bezüglich der Zeitfolge blieb man bisher bei-nahe ohne jeden Anhaltspunkt und deshalb in großer Un-gewißheit. Zu um so größerem Danke bin ich deshalb KerrnDirektor Asbach verpflichtet, der die Güte hatte, die Gym-nasialakten, sofern sie auf Keine sich beziehen könnten, nocheinmal einer genauen Durchsicht zu unterwerfen und wert-volle Notizen für mich zusammenzustellen. Leider sind dieseAkten nur mangelhaft erhalten; es fehlt, was man amineisten wünschen müßte, das Album der aufgenommenenund entlassenen Schüler bis Neujahr 1815. Zum Glückfinden sich die regelmäßig im September, dann im Augustausgegebenen Jahresberichte oder Programme des Institutsaus den Jahren 1810 und 1812—1815, von denen dasProgramm für den Jahrgang 1812—1813 vorzüglich in Be-tracht kommt. Es führt den Titel: „Zur öffentlichen Prüfungdes Lyceums am 23. und 24. August Vormittags um 9 Ahrund Nachmittags um 3 Ahr im Saale des Kerrn Gilles ladethiedurch ein, im Namen der Professoren, C. W. Kortüm,Direktor des Lyceums zu Düsseldorf." Die Jahreszahl fehlt,könnte aber nur 1813 lauten. Denn im Kerbst 1814 hattedas „Lyzeum" schon dem „Gymnasium" Platz gemacht; 1813wurde Schallmayer von der in dem Programm erwähntenKrankheit befallen, und eine Verfügung des Ministers GrafenNesselrode vom 10. August 1813 gestattet dem Direktor, aus-nahmsweise in diesem Jahre die Prüfung im Saale desKerrn Gilles abzuhalten. In dem Programm findet manzunächst eine Aufzählung der Lehrer und der Lehrgegenstände,