266 Äeinc auf dem Lyzeum und Gymnasium zu Düsseldorf.
schreibt, stimmt recht gut der Nachruf, deu seiu Freund undNachfolger Kortüm in dem Programm für die Prüfungenvom 14. und 15. September 1818 ihm gewidmet hat. „Am25. Dezember v. I.," heißt es, „starb im 61. Lebensjahreözerr Professor Dr. Aegidius Jacob Schallmayer. VomJahre 1782 war er Professor der Theologie an der ehe-maligen Universität zu Bonn, von der Aufhebung derselbenan bis zum Jahre 1865 Lehrer an der daselbst errichtetenZentralschule und von jener Zeit Rektor des hier neu er-richteten Lyzeums, bis ihn im Jahre 1813 eine schwereKrankheit, deren Folgen ihn nicht wieder verließen, nötigte, Er-leichterung seiner Geschäfte zu wünschen. Seitdem war er,soviel es seine Kräfte erlaubten, der oberen Klasse wohl-wollender und treuer Lehrer in der Religion und Philosophie,mir ein väterlich gesinnter Freund und stets bereitwilligerRatgeber. Mit großer Güte des Äerzens verband er großeGelehrsamkeit, besonders im Gebiete der Philosophie. Seineälteren und jüngeren Schüler, wie alle, die ihn näher ge-kannt, segnen sein Andenken!"
Das Gegenbild Schallmayers bietet in Äeines Schilde-rung der Lehrer des Französischen, der emigrierte AbbeDaulnoy, der dem Knaben durch seine pedantische Methodeeine nie überwundene Abneigung gegen die französische Poesieeinflößte. Von ihm meldet das angeführte Programm:„Äerr Professor Daulnoy, seit dem Jahre 1865 Lehrer derfranzösischen Sprache an der hiesigen Schulanstalt, folgte imSeptember des vorigen Jahres einem vorteilhaften Rufenach Weilburg, wo er ebenfalls als ordentlicher Lehrer derfranzösischen Sprache am dortigen Großherzoglich Nassau-ischen Landesgymnasium angestellt ist. Gründlichkeit imLlnterricht, große Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit in derErfüllung seiner Pflichten, ernster Eifer, um in der ihm an-gewiesenen Sphäre sich so nützlich als möglich zu machen,erwarben ihm, solange er unter uns war, allgemeine Achtung."Weiter nennt Äeine noch den Lehrer des Deutschen, Professor