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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
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Geschichte des Lyzeums.

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(18681813) sich dem Studienwesen feindlich gezeigt hätte.Der Kaiser ging sogar mit dem Plane um, in Düsseldorf freilich mit ganz unzureichenden Mitteln eine Univer-sität zu errichten. An eine neue belebende Anregung warindes nicht zu denken. Die Lehrer, zum Teil ältere Geist-liche, blieben in den altgewohnten Wegen; erst mit der Be-rufung des nachmals so hervorragenden Schulmannes KarlWilhelm Kortüm erhielt die Anstalt am 6. Mai 1813 einenDirektor, der den neueren Anforderungen an das Schulwesenvollkommen gewachsen war*). Als nach der NiederlageNapoleons im November 1813 die Keere der Verbündetender französischen Verwaltung ein Ende machten, konnte Kor-tüm seine Grundsätze unter dem Generalgouvernement vonGruners zur Geltung bringen. Am 18. Januar 1814 erhieltdie Allstalt Form und Namen preußischer Gymnasien. Aus-gezeichnete Lehrkräfte, wie Friedrich Kohlrausch, und Direktoren,wie Theodor Brüggemann, Franz Wüllner, Kiesel, Appenkampund Asbach, konnten ihre alte Bedeutung als des ersten wissen-schaftlichen Instituts in Bergischen Landen wiederherstellen.

Schon durch Keine wäre das Düsseldorfer Lyzeum be-rühmt geworden. Selten hat sich ein Schüler gegen seinefrühere Lehranstalt so dankbar erwiesen. Wieviel könnteman aus demBuch Le Grand" und aus denGeständ-nissen" über die Lehrzeit, über Lehrer und Mitschüler an-führen I Auch dieMemoiren" zeugen von der Vorliebe,die er bis in die letzten Jahre den heimatlichen Verhältnissenbewahrt hatte. Wer kennt nicht Keines besonderen Gönner,den Rektor Schallmayer? Zu dem, was Keine über ihn

*) Man vergleiche über ihn: Karl Wilhelm Kortüm. Ein Lebens-bild (von Ferdinand Deycks). Berlin 1860. Kortüm starb als Geh.Ober-Regierungsrat und vortragender Rat iin Kultusministerium am20. Juni 1859 in Berlin. Nachrichten über das Düsseldorfer Gymnasium finden sich in der eben angeführten Schrift, ferner in derGeschichte der Stadt Düsseldorf in zwölf Abhandlungen, darunter:Entwicklung des Schulwesens zu Düsseldorf von G. Kniffler, Düsseldorf1888, S. 255 ff., endlich in den zahlreichen Gymnasialprogrammen.