Keines Brief vom 27. April 1822.
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das Brockhausische Conversationsblatt lesen, so werden Siefinden, daß Jemand in einer Correspondenz aus Berlin aufmeinen ersten Brief und „die reslectirende Portiers in Wein--und Kaffeehäusern und ihre phisionomische Bemerkungen"gestichelt, und meine armen, unschuldigen Gedichte init grim-miger rnnLune ausgehunzt hat. Daß letztere ausgehunzt zuwerden verdienen, das weiß ich selbst, aber daß jenes Aus-Hunzen nicht ohne Gründe, und bloß von einigen nichtssagen-den Redensarten unterstützt, geschehen darf, das weiß ichauch, und ich wünschte sehr, daß jener Aushunzer sich aufeine wirkliche Beurtheilung meiner Gedichte einlassen möge.
Sie würden mich sehr verbinden, lieber Keller, wenn Siemir dazu behülflich sein wollten und folgende Anfrage in dasBrockhausische Conversationsblatt einrücken ließen:
„Der Verfasser des Briefes ans Berlin vom 18.April in Nr. 90 dieses Blattes wird ersucht, dieeinfachen Fragen zu beantworten: Ist Poesie inFeines Gedichten? And wenn sie denn so ganzungsenjießbar sind, warum werden sie denn von soVielen genossen?"
Wenn Sie diese Anfrage mit Ihrer eigenen Chiffreunterzeichnen wollten, so wäre es mir gewiß sehr lieb. TragenSie indessen Bedenken, das zu thun, lieber Keller, so setzenSie das erste beste noch ungebrachte Zeichen darunter*). Ichmöchte nicht den Schein tragen, als hätte ich von jenem Aus-sall Notiz genommen, und habe dennoch höchst wichtigeGründe, obige Frage beantwortet zu sehen. Sie thun mireinen großen Gefallen.
Der Ochs befindet sich gesund und wohl, stößt noch hieund da mit den Körnern; aber wo man einen Körnerstoßbekömmt, weiß man gleich, daß er vom Ochsen herrührt**) . .
*) Im „Konversationsblatt" wurden die Artikel nicht mit Buch-staben, sondern mit Zahlen und von ein und demselben Verfasser nichtimmer mit denselben Zahlen unterzeichnet.
Der folgende kurze Satz ist nur durch Punkte angedeutet.