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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
Seite
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236 Ä, 5?eine und Ernst Christian August Keller.

1848 erhielt er eine Stelle bei derRheinischen Volkshalle"in Köln und endete als Redakteur derSaar- und Mosel-zeitung" nach Ausweis der Zivilstandsregister am 2. April

1849 in Trier. Ein Schlagfluß hatte ihn getötet, währender mit einer Übersetzung aus den, Französischen beschäftigt war.

I.

Ein Bogen in Quart, zwei Seiten beschrieben; die vierteSeite dient als Umschlag und trägt die Adresse:

Sr. Wohlgeboren dem Herrn Regierungs-Neferendarius Keller,

Wilhelmsplatz Nr. 15 in Potsdam.

(Das Siegel zeigt ein gekröntes Wappen mit dem Buchstaben H.j

An Hartman vom Rhein*), ehemaliger Westfalensenior,jetzt Mitglied der Gesellschaft zur Verbreitung der Vernunft,Repräsentant des gesunden Menschenverstandes, Sprecher fürGewerbefreiheit zc., Lichtritter,c. :c., sowie auch Regierungs-Referendarius zu Potsdam.

Wie enuyiren sich Ew. Wohlgeboren in Potsdam?Könnens wohl glauben, daß mir Ihre Abwesenheit oft sehrmerkbar wird. Ich werde Sie recht bald dort besuchen. Eszieht mich sehr nach Potsdam, da ich dort auch eine Geliebtehabe. Es ist eine von den Marmorstatuen, die zu Sanssouciauf der Terrasse stehen**). Ich werde Ihnen auch IhrenAnzeiger mitbringen, sowie auch eine Tasche voll BerlinerNeuigkeiten. Von Schulz Hab ich Brief gehabt, er ist ganzin Alterthumsforschungen versunken. Mein zweiter Briefaus Bjerlinj wird Ihnen schon zu Gesicht gekommen sein;ich wünsche, daß er Ihren Beifall etwas mehr gewinne alsder erste. Alles, was wir schreiben, ist ja meistens gerichtetan diejenigen, in deren Nähe wir leben. Wenn Sie dort

*) Die vier ersten Worte sind in Fraktur geschrieben.

**) Ein merkwürdiger Vorklang der Erzählung von der jugend-lichen Liebe zu der Marmorstatue in denFlorentinischen Nächten",I (Bd. IV, S. 325 ff.).