2Z0 K. Äeine und Ernst Christian August Keller.
Tage später, am 16. November 1879, für immer die Augenschloß.
Mit Keine und Keines literarischer Tätigkeit habenfreilich diese Erlebnisse nur losen Zusammenhang. Immerbleibt es bemerkenswert, daß der Dichter, oder richtiger derSchriftsteller, im frühen Alter so manchen Personen nahestand, die später als hohe Beamte oder ausgezeichnete Ge-lehrte sich einen Namen machten. Die Schärfe und Klar-heit seines Blickes für politische und soziale Verhältnissemögen nicht wenig dadurch gewonnen haben.
Wie lange die Verbindung der beiden Männer dauerte,läßt sich nicht feststellen. Nach einer gütigen Mitteilung,die auf Äußerungen Kellers zurückgeht, reichte sie nicht weitüber das letzte der hier veröffentlichten Schriftstücke hinaus.Räumliche Entfernung und die mehr und mehr hervortretendeVerschiedenheit der Sinnesart konnten einem dauernden Ver-kehr zwischen dem Dichter und dem preußischen Beamtennicht günstig sein. Kätte Keller nicht die drei Briese sorg-fältig aufgehoben, wer weiß, ob über „Kartmann vomRhein" und sein Verhältnis zu Keine eine Nachricht aufuns gekommen wäre!
Die Briefe wurden mir in einer Abschrift von demKerausgeber der „Deutschen Rundschau" bereits vor mehrerenJahren zugeschickt. Später erwarb Carl Meinert die Originaleund gestattete, daß sie für den Druck verglichen würden.Ernst Elster, der mit gewohnter Freundlichkeit die Ver-gleichung übernahm, hat mich noch außerdem durch wertvolleNachweisungen verpflichtet.
Zum Verständnis einiger Einzelheiten sei noch folgendeshier bemerkt. Am 4. April 1821 wurde Keine zu Berlinin der juristischen Fakultät immatrikuliert. Ende des Jahreskonnte die erste Sammlung seiner Gedichte, welche Brock-haus früher zurückgewiesen hatte, in der Maurerschen Buch-handlung erscheinen. In das folgende Jahr fallen, nebenzahlreichen Erzeugnissen der Prosa und Poesie, die „Briefe