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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
Seite
228
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2Z8 Ä. Äeine und Ernst Christian August Keller.

rante und ähnlich denkende französische Staatsmänner zuinAusdruck brachte, trugen ihm die Bezeichnungder Doktrinär"ein. Schon damals muß er sich der UnterschriftHartmannvom Rhein" bedient haben; doch geschah es weder imHermes"noch imKonversationsblatte" und überhaupt nicht häusig;denn nur in Heinsens'Bücherlexikon", sodann in WellersLexikon der Pseudonymen" (2. Aufl., Negensburg 1881,S. 247), finde ichHartmann vom Rheine" erwähnt, undzwar mit der einzigen SchriftÄber die Teilung des Bodens.Ein freies Votum" (Hamm 1824), ohne daß eine Erklärungdes Namens versucht würde.

Den amtlichen Pflichten taten diese literarischen Be-strebungen keinen Eintrag. Keller bestand am 8. Januar1825 das sog.große Examen", wurde zunächst als Assessorbei der Regierung in Düsseldorf, am 12. Mai 1826 alsRegierungsrat in Königsberg angestellt, am 15. Mai 1828von dem Minister von Altenstein als Hilfsarbeiter in dasKultusministerium berufen und, da er alle Erwartungen voll-auf befriedigte, schon am 7. November 1829 zum GeheimenRegicrungs- und vortragenden Rat ernannt. Am 13. Februar1836 erfolgte die Beförderung zum Geheimen Ober-Regie-rungsrat; aber nach dem Thronwechsel erschienen seine An-sichten zu freisinnig; er erhielt in dem zur Aushilfe berufenen,späteren Minister von Mühler einen Mitarbeiter, der ihnaus das bloße Korreferat beschränkte. Die ihm aufgedrungeneMuße blieb jedoch nicht unbenutzt. Wenn er, seit fünf Ahrmorgens am Schreibtisch, die Obliegenheiten seines Amtesin wenigen Stunden erledigt hatte, kehrte er freien Sinneszu seinen Lieblingsstudien zurück. Die Zahl seiner Büchersteigerte sich allmählich in dem Maße, daß die Regierungnach seinem Tode einen Ankaufspreis von 4999 Talern nichtzu hoch hielt. Auf den Rändern der Seiten zeugen un-zählige ausführliche Anmerkungen, die er beifügte, von seinemunermüdlichen Fleiß und seiner umfassenden Belesenheit. Dakam der Amschwung des Jahres 1848. Der neue Kultus-