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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
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227
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Kellers Schriftstellerei. Brockhaus. 227

17. Dezember 1823, wurde die Rezensur fürdie Brock-hausschen Artikel" im allgemeinen, dagegen für dasLite-rarische Konversationsblatt" erst am 2. Mai 1825 aus-gehoben*).

Es läßt sich denken, daß Verhandlungen solcher Artvon jungen, aufstrebenden Schriftstellern mit lebhaftem Inter-esse verfolgt wurden, besonders von Seine, der eben damalsdie Annehmlichkeiten der Zensur an seinen eigenen Schriftenbereits zu kosten begann. Keller gegenüber kommt er mehr-mals aus die Angelegenheit zurück. Auch in dem zweiten,vom 16. März 1822 datiertenBriefe aus Berlin" be-richtet er:Die Maßregeln gegen den Brockhausschen Verlagsind noch immer in Wirksamkeit. Brockhaus war vorigenSommer hier und suchte seine Differenzen mit unserer Re-gierung auszugleichen. Seine Bemühungen müssen fruchtlosgewesen sein. Brockhaus ist ein Mann von angenehmerPersönlichkeit. Seine äußere Repräsentation, sein scharf-blickender Ernst und seine feste Freimüthigkeit lassen in ihmjenen Mann erkennen, der die Wissenschaften und denMeinungskampf nicht mit gewöhnlichen Buchhändleraugenbetrachtet."

Auch Kellers Neigungen und Sinnesart werden durchdie folgenden Briefe, besonders durch den scherzenden An-sang des ersten, deutlich genug bezeichnet, und man erkenntzugleich, welchen Wert der Dichter auf den Charakter, dasArteil und die schriftstellerische Befähigung seines Freundeslegte. Weit entfernt von unbestimmten Phantasien, scheintKeller mit einem anderen Jugendfreunde Seines, mit ChristianSethe,dem Staatsrat", einige Ähnlichkeit gehabt zu haben;die maßvollen, klaren Ansichten, die er im Anschluß an Ba-ch Eine genaue Darstellung dieser Vorgänge findet sich in deminhaltreichen Werke:Friedrich Arnold Brockhaus. Sein Leben undWirken. Nach Briefen und anderen Aufzeichnungen geschildert vonseinem Enkel Heinrich Eduard Brockhaus". Leipzig 18721881. DreiBände. Bd. III, S. 238, 263, 274, 231, 348.

IS*