nommene Zeit keine andere als der Herbst 1823 gewesen sein,in welchem er eine Reise an den Rhein von Berlin aus,wenn nicht angetreten, doch wenigstens geplant habe. Aberdie öfters wiederholte Angabe, daß die Familie Heine erst1822 Düsseldorf verlassen habe, wird gerade durch die vonHerrn Embden neu veröffentlichten Briefe widerlegt. Dennder erste Brief Heines an Charlotte vom 22. März 1820redet in einer, wie mir scheint, ganz unzweideutigen Weisevon dem bereits erfolgten Wegzug von Düsseldorf. Darinliegt wohl die wichtigste neue Tatsache, welche dieser Brief-sammlung sich entnehmen läßt.
Die von Heine in dem „Buch Le Grand" geschilderteReise nach Düsseldorf fällt also in den September 1820, wasmit den von ihm erzählten Ausständen übereinstimmt*). Aberdie Freundin, die er in Godesberg wiederzusehen wünschte,läßt sich freilich, wenn man von Friederike absieht, ebenso-wenig eine Vermutung aufstellen, wie über die schöne Frau
0 Die Annahme, Keines Familie sei erst 1822 von Düsseldorfweggezogen, scheint darauf zu beruhen, daß Strodtmann (L, 292) er-zählt, Salomen Keine sei im Frühjahr 1822 zum Erstaunen der Ein-wohner in einem vierspännigen Wagen in Lüneburg erschienen, umdort eine Wohnung für seinen Bruder zu mieten, wie denn auchKeine am 19. Juni 1823 aus Lüneburg an Fouque schreibt, seineEltern wohnten noch nicht lange in dieser Stadt. Da aber die Familienach der Abreise aus Düsseldorf sich zunächst in Oldelsloe in Kolsteinniederließ, so steht die Nachricht über den Onkel Salomon mit derim Text ausgesprochenen Ansicht nicht im Widerspruch. — Zu be-merken ist jedoch, daß Keine selbst erzählt, er habe bei jenem Besuchin Düsseldorf „ein kleines preußisches Köschen, Kofschneider, Kof-schuster, Kofwanzenvertilgerinnen und Kofschnapsläden" gesunde».Diese Schilderung könnte sich auf die Kofhaltung des Prinzen Friedrichvon Preußen beziehen, der als Kommandeur der 14. Militärdivisionin Düsseldorf residierte, jedoch nach Angabe der „Kölnischen Zeitung"vom 18., 23. und 25. Januar 1821 erst im Januar 1821 dorthin über-siedelte. Ob die Verleihung der Koftitel schon in Voraussicht seinerAnkunft erfolgte, oder in anderen Vorgängen, vielleicht in dem vor-übergehenden Ausenthalt des Prinzen August in der Nheinprovinzim Kerbst 1829, ihren Grund hatte, kann ich hier nicht entscheiden.