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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
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Zur Charakteristik der Familienbriefe.

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die Freude, im Frühling 1854 seine älteste Nichte und imNovember 1855 die geliebte Schwester wiederzusehen. Sieschied ansangs Dezember mit der Hoffnung, im Frühlingzurückzukehren; aber schon zwei Monate später, am 17. Februar1856, war der Dichter nicht mehr unter den Lebenden. Nochdrei Jahre mußte die Mutter seinen Verlust betrauern.

Dem Herausgeber schulden wir Dank, daß er die sämt-lichen in seinem Besitz befindlichen 122 Briefe die Fürstindella Rocca redete von 120 veröffentlicht hat. Daß eran etwa 12 Stellen einzelne Sätze ausließ, darf man, wo essich um Familenangelegenheiten handelt, nicht verübeln. Ein-zelne Briefe mögen auch in der späteren Zeit verloren ge-gangen sein; so erwähnt Heine am 26. September 1850(S. 205) ein junges Mädchen, von dem er geschrieben habe,ohne daß der Brief, auf welchen er sich bezieht, sich findenläßt. Von den Schriftstücken des Anhangs waren einzelne,wie das Testament vom 13. November 1851 und der Brief-wechsel Mathildens mit dem Herausgeber desFigaro",schon bekannt. Wollte man sich nicht aus Angedrucktes be-schränken, so hätten besser die von Maximilian Heine in denErinnerungen" gebotenen Familienbriefe womöglich mitBenutzung der Originale^) die vorliegende Sammlungvervollständigt. Wünschenswert und in einer neuen kritischenAusgabe unerläßlich wäre eine genaue Bezeichnung, ob Heineselbst oder ein Sekretär die Feder geführt habe, z. B. am6. Mai 1850. Wer hat die zahlreichen stilistischen Nach-lässigkeiten und sogar die eigentlichen Sprachfehler in diesenBriefen verschuldet? Der Herausgeber sicher nur ausnahms-

») Jetzt im Besitz eines ebenso glücklichen als kenntnisreichenSammlers, Kerrn Karl Meinert in Frankfurt a. M. Sie wurdeninzwischen von Ernst Elster für eine Publikation in derDeutschenRundschau" (23. Jahrg., 10. Keft; Juli 1897) benutzt; er konnte dortmehrere bisher unbekannte Briefe Keines an seinen Bruder Max ab-drucken und vor allem die ziemlich beträchtlichen Fälschungen aufdecken,die sich Max in den von ihm veröffentlichten Briefen des Dichters an-zubringen erlaubt hatte.

Süsser, Seine. 14