Vorurteile und Irrtümer. 195
er die Behrenstraße mit „Bären" in Verbindung und nenntsie S. 189 rue ckes Ours.
Der Ausstand, daß Seine in Berlin den „Ratclisf"schrieb, gibt Serrn Ducros Veranlassung, sich im nächstenKapitel über dieses Drama und den „Almansor" auszu-sprechen. Nach seinen Inhaltsangaben könnte es nur alsgerechte Strafe gelten, wenn Seine selbst, wie S. 197 zulesen ist, dem Durchfallen des „Almansor" (am 20. August1823) in Braunschweig hätte assistieren müssen. Leider be-weist sein Brief an Moser vom 23. August 1823, daß erzu jener Zeit die Nordseebäder in Ritzebüttel gebrauchte.Dem Abschnitt über die beiden Dramen folgt eine ober-flächliche Darstellung der deutschen Schicksalstragödie unddann ein Kapitel über die „romantische Schule", welches seineübergroße Breite wahrscheinlich dem Ausstände verdankt, daßder Verfasser eine im vorigen Jahre über die romantischeSchule veröffentlichte Abhandlung noch einmal verwertenwollte. Neben einigen guten Bemerkungen fehlt es nicht anwohlseilen Späßen über Novalis, seine zweite Verlobung,und das sich dabei bewährende deutsche „Gemüt", im übrigenwüßte ich nicht, was ein Franzose, der die von Seine vormehr als 50 Iahren in der „Lurope litteruire" veröffent-lichten Aussätze gelesen hat, von Serrn Ducros noch lernenkönnte. Endlich auf S. 238 gelangt man zu Seines Ge-dichten, und damit zu dem wertvollsten Teile des Buches.Das, was Seine von der romantischen Schule unterscheidet,aber zugleich, was ihn während seines ganzen Lebens mitihr verband, ist richtig hervorgehoben, auch über den GeistSeinescher Dichtungen manches Treffende gesagt. Mehrereneue Übersetzungen, die von Serrn Ducros herrühren, sindfreilich in Prosa geschrieben, aber in einer Prosa, welche,der Form des Originals sich anschließend, in jeder Zeile dieentsprechenden deutschen Worte wiedergibt und dadurch, wennnicht von dem poetischen Glanz, doch von dem wörtlichenInhalte eine Vorstellung erweckt. Auch hier begegnet man
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