162 Äeinrich Äeine und Johann Ä ermann Detmold.
den Postwagen sandte (ohne näher bezeichnende Addresse),werden Sie gewiß richtig erhalten haben. Hier wird es noch8—16 Tage nicht ausgegeben, und Campe will nicht, daß esin's Gerede komme, ehe es überall hin verschickt (wurde). Da-her noch immer Verschwiegenheit! Was Sie mir in BetreffIhrer Hülfe, wahre Hülfe in der Noth, zusagen, hat mirdas Gemüth beruhigt, und ich sehe der Machinazion meinerFeinde (deren Hauptsitz in Frankfurt) mit größerer Gelassen-heit entgegen. Theilen Sie das Buch dem Eckermann mit,und wenn dieser, wo möglich unter seinem Namen, einenArtikel schreiben würde, den ich in den Hamb. Corresponden-ten abdrucken lassen könnte, so war (es) mir das wünschens-wertheste und ein ungeheuer großer Dienst. Der Hamb.Corresp. ist mir in diesem Augenblick das wichtigste Organ,und da Sie nicht mit Namensunterschrist den Artikel gebenkönnen noch dürfen, so würde mir Eckermann einen unver-geßlichen Milchbruderdienst leisten. Ihre Feder würde ichdann zu einein bedeutenden Art. für die Köllner Ztg. inAnspruch nehmen, hier könnten Sie zeichnen, wenn Siewollen. Möchten Sie aber nicht für die Köllner Ztg. denArtikel schreiben, so schreiben Sie ihn für die Augsb. Allg.Ztg. Ich will mich resumiren:
Wenn Eckermann nicht den Artikel für den Hamb.Correspondenten schreibt, so schreiben Sie dafür einen nichtgroßen, sondern konzisen Artikel und schreiben zu gleicher Zeiteinen großen, mit Auszügen gespickten Artikel für die KöllnerZeitung. Wenn dieser, der große und der kleine Artikel,gleich gedruckt (werden), und auch Eckermann für die Allg.Ztg. einen tüchtigen Artikel schreibt, so bin ich auf den dreyHauptpunkten gedeckt, und es ist schon Posto gefaßt, wenndie Feinde anmarschiren. Campe druckt das Wintermährchennoch besonders, und ich habe eine Vorrede dazu geschrieben;ich schicke Ihnen das Büchlein vielleicht schon Mitte nächster. Woche, in mehren Exemplaren, die Sie zu meinem Bestenzu vertheilen haben.