IZt) Heinrich Heine und Johann Hermann Detmold.
Verhältnisse des Herren Menzel einen schlimmen Einfluß ge-übt: einige modernisirte Teutschthümler, so wie auch ein paarDichterlinge von der schwäbischen Schule, welche bis jetzt,aus Haß gegen die Richtungen Heines und des übrigenjungen Deutschlands den Denunzianten desselben protegirten,drohen sich jetzt ebenfalls von ihm abzuwenden, und habenihm eilten Termin gestellt, binnen welchem er, zur Wieder-herstellung seiner Ehre, die von Heine gebotene Genugthuungannehmen, oder ihre Gesellschaft auf immer meiden müsse.— So viel ist gewiß, daß Herr Menzel jetzt Stuttgardt ver-lassen will und bereits Anstalten trifft, sich nach Waldenburgin Schlesien zurückzuziehen, wo ihm sein Stiefvater, der be-kannte Oekonom Elsner, der in der Viehzucht einen Namenerworben, die günstigste Ausnahme zugesagt hat. —
Xl.
Paris den 16. Januar 38.
Liebster Detmold! So eben schickt mir Gabe IhrenBrief vom S. Januar und aus diesem Datum ersehe ich,daß mein Brief, den ich Ihnen etwa vor 4 Wochen schrieb,Ihnen nicht zu Händen gekommen. Das ist mir sehr ver-drießlich; er enthielt zwar nicht die mindeste politische Aeuße-rung, aber desto mehr auf mein Privatleben Bezügliches.Auch enthielt er eine Einlage von iVluäume jules, bey welcherich mich ebenfalls erkundigte, ob sie Antwort von Ihnen er-halten. Noch heute schicke ich zu ihr, um ihr wissen zulassen, daß der Brief, worin ihre Einlage, Ihnen, Gottweiß durch welchen Zufall, nicht zugekommen ist. An öffnendePolizeipfiffigkeit und Unterschlag glaub ich nicht, desto mehraber an die Dummheit meines Herrn Eousins, dem ich dieBesorgung des Briefes anvertraute. — Ich wiederhole, Sieverlieren an den: Briefe nichts, außer Nachrichten über meinPrivatleben, das sich seitdem recht wunderlich gestaltet hat.