Äeines Brief vom Z. Okt. 1837. 14g
verfeinden und in böses Licht zu stellen. Sein Begehr einergroßen Einleitung aus meiner Feder und die Bedingung,daß er diese auch als Broschüre ausgeben könne, ist daseigentlich Bedenklichste; kann ich nicht anders, so versprecheich es und schreibe in dieser Arbeit zunächst über die neuereLiteratur, was sehr interessant werden kann. Sie würdendaher bey den Autoren nur biographische, nicht kritische No-tizen zu geben haben. — In meinem nächsten Brief jBe-stimmteres. Der Zweck des heutigen Schreibens ist der ein-liegende Correspondenzartikel aus Stuttgard, den Sie in dieHannövrische Zeitung einschmuckeln müssen. Wahrscheinlichwird die Nedakzion der Hannöv. Ztg. diese Zeilen nicht inder mitgetheilten Form drucken wollen; alsdann Ländern Siedieselben nach dem Tone des Blattes so, daß immer derInhalt gedruckt wird. Können Sie ähnliche Artikel in andreBlätter drucken lassen, so thun Sie es. Sie verstehen michfast ohne Wink. — Heute schreibe ich nach .Hamburg umden Correspondent zu exploitiren. — Ich bitte, üben Sie einbischen an Menzel ihre ingeniösesten Malizen. Er wird jadas Literaturblatt noch öfters gegen mich benutzen, und ichmuß der Persidie mit Perfidie begegnen.
Ihr Freund
H. .Heine.
jBeilage.j Stuttgardt d. October 1837.
Die Taschenspielerkünste, womit.Herr Wolfgang Menzelseit so vielen Jahren seinen Mangel an gelehrter Bildungund Wissenschaft zu verbergen gewußt, sind in einer Streit-schrift von Or. Strauß mit so gründlicher und doch faßlicherKritik enthüllt worden, daß der literarische Gaukler auch beydem geistesärmeren Mittelstand der Lesewelt allen Creditverloren hat, und ^Baron Cotta genöthigt ist, damit derScandal ein Ende nehme, die Nedakzion des hiesigen Litera-turblattes in andere Hände zu geben. Die Broschüre „Wer^chen Denunzianten" hat jetzt auch auf die gesellschaftlichen