Äeines Brief vom 26. und 28. Mai 1837. 137
Ich bitte Sie, zu meinem Portier zu gehn und ihm zusagen, daß er alle einlaufenden Briefe an mich hieher schickensoll, nemlich ü lVlr. Deine, poste restante, a (Zranville(Departement de la l^ancbe). Da weder er noch die Portiereschreiben können, so bitte ich Sie, auf meine Briefe, die etwafür mich dort liegen, diese Address« zu schreiben und sieauf die Post zu legen. — Zugleich bitte ich Sie, mir zusagen, ob Sie etwas, das mich interessiren möchte, in fran-zösischen oder deutschen Journalen gelesen; denn hier sehe ichauch nicht einmal französische Blätter. — Ich befinde michganz wohl und arbeite. Kommen Sie nur her, und ich ver-spreche Ihnen, daß auch Sie viel arbeiten und wenig aus-geben werden. — Fragen Sie Cohn, ob meine Wechselacceptirt worden sind, und grüßen Sie ihn mir recht freund-schaftlich. — Ins Theater brauche ich nicht mehr zu gehn,dafür muß ich aber ins Frühlingswetter spazieren gehn.Grüne Bäume enuyiren eben so gut wie Vaudeville. Nächstder Kunst giebt es nichts Schrecklicheres als die Natur.
Ihr Freund Äeine.
Wichtiges ?ost Zcriptum.
Ich bitte Sie, lieber Detmoldt, gehen Sie zu derNarcbancke cke lVlocke rue tAubour^ lVlontmartre, wo meineKleine ihre Mützen zu kaufen pflegt, und wo ich einst ihreEifersucht erregte. Der Modistin sagen Sie, daß Sie zweiMützen (bannet) verlangten für die Dame rue Lacket blo.18, welche Sie ihr in die Provinz nachschicken müßten. EineMütze rose avee ckes tleurs couleur cke rose et un bonnetjaune paille avee ckes tleurs cke la meine couleur. Bandund Blumen nicht ausgespreitzt, sondern vielmehr eng an-liegend, damit das Gesicht nicht sein Oval verliert. DieModistin wird Ihnen diese Mützen auswählen helfen, oderauf Bestellung anfertigen und gehörig einpacken, daß Sie sieauf die Post geben können, an die Address«: lVlr. Deine, ä(Zranville, Departement cke la lVlancbe, loZeant ckansles trois couronnes. Das ausgelegte Geld werde ich.