Äeines Brief vom 12, März 1851.
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ohne Zweifel 'an seiner moralischen Berechtigung — er willdie Schönheit retten vor Befleckung, „von der Welt Anflä-therei," und doch weiß er nicht, ob er nicht etwa eine Narr-heit begeht oder im Wahnsinn handelt. Dieser innere Seelen-proceß, der sich bis zum höchsten Angstruf steigert und einfurchtbares Drama im Dunkeln bildet, kann aber durch Musikam besten wiedergegeben werden. — Nach dem letzten Aus-bruche der Angstrufe, wobei ich die bei kabalistischen Be-schwörungen üblichen Gottesnamen anwende, tritt wieder dievollkommenste Ruhe ein, ja eine fast ironische Ruhe der Natur,die von den Qualnissen der Menschenseele keine Notiz ge-nommen hat und nach wie vor grünt und blüht. — Ichwerde Ihnen dieser Tage ihre jüngste Büchersendung wiederretour schicken und werde bei dieser Gelegenheit die Vorsichtgebrauchen, daß ich auf dem Bücherverzeichnisse, welches ichIhnen mitschicke, diejenigen Bücher, nach denen mich besondersgelüstet, vorzugsweise mit einem * bezeichne, sollten Sie nunvon diesen bekreuzten Büchern gar keine vorräthig haben, somögen Sie immerhin mit der Sendung einige Zeit säumen,damit ich sicher sei, daß unter den Büchern, welche ich er-halte, wenigstens einige sind, die mir zusagen.
Genehmigen Sie die Versicherung meiner ausgezeichnetenHochachtung.
jeigenhändigj Heinrich Heine.
Niemand wird verkennen, wie sehr das erste der frühermitgeteilten Gedichte für den Komponisten durch die ver-änderte letzte Strophe gewonnen hat. Aber der Dichtermußte fühlen, daß die erneuerten Vögelgesänge an dieserStelle nur abschwächend wirken. Im „Nomancero" lesen wir:„Und als wir kamen zu Deinem Grab,
Da stieg der Mond vom Äimmel herab.
Er hielt eine Rede. Ein Schluchzen und Stöhnen,Und in der Ferne die Glocken tönen."
Zu dem zweiten Gedicht hat Heine keine Veränderungenangegeben, doch könnte man seine Auseinandersetzung beinahe
Süsser, Seine. 8