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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
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Zu Seines Gedichte».

ünsere Gartenbeete hegenTausend Blumen wunderfein.

Schwelgend in des Bodens SeegenLind umspielt von Sonnenschein.

Doch die allerschönste BlumeBlüht in unfern Gärten nie,

Sie die einst im AltsrthumeSelbst aus fels'ger Söh gedieh*);

Die aus kalter BergesvesteMänner mit der EisenhandPflegten als der Blumen beste,

Gastlichkeit wird sie genannt.

Müder Wandrer steige nimmerNach der hohen Burg hinan.

Statt der gastlich warmen ZimmerKalte Wände dich empfah'n.

Von denl Wartthurm bläßt kein WächterKeine Fallbrück rollt herab;

Denn der Burgherr und der WächterSchlummern längst im kühlen Grab.

In den dunkeln Särgen ruhenAuch die Frauen minnehold;

Wahrlich hegen solche TruhenReichern Schah denn Perl' und Gold.

Äeimlich schauern da die LüfteWie von Minnesängerhauch;

Denn in diese heil'gen Grüfte,

Stieg die fromme Minne auch.

Zwar auch unsre Damen preis' ich.

Denn sie blühen wie der May;

Lieben auch und üben fleißigTanzen, Sticken, Malerey;

Singen auch mit süßen ReimenVon der alten Lieb' und Treu';

Freilich zweiflend im GeheimenOb das Mährchen möglich seh?

*) Die Worte:Selbst aus starrem Fels gedieh", find durch-strichen.