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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
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Zu Keines Gedichten.

stehen habe, der durch seinBurzelbaum-Talent", lange vorMaßmann, Seines Bewunderung erregte.

Als Seine 1819 aus Samburg nach Düsseldorf zurück-kehrte, ging ihm schon der Ruf voraus, daß er gar schöneVerse zu machen wisse, und manche von den Töchtern derStadt erbat und erhielt einen Nenn für das Album. Viel-leicht ließe sich davon noch einiges auffinden. Die folgen-den Verse, deren sich Serr Neunzig erinnerte, gehen freilichnicht über den gewöhnlichen Wert solcher Poesien hinaus:

Ich wohnte früher weit von hier.

Zwei Käufer trennen mich jetzt von Dir:

Es kam mir oft schon in den SinnAch! wärst du meine Nachbarin.

II.

Auch das folgende Gedicht:Deutschland. Ein Traum,"ist aus früher Zeit, wenn auch schwerlich aus dem Jahre1816, wie Strodtmann (Werke XVII, 227) annimmt. Ichlasse es hier abdrucken, weil es in seiner ursprünglichen Ge-stalt noch nicht bekannt geworden ist.

Sohn der Thorheit! träume immerWenn dir's Kerz im Busen schwillt;

Doch im Leben suche nimmerDeines Traumes Ebenbild!

Einst stand ich in schönern TagenAuf dem höchsten Berg am Rhein;

Deutschlands Gauen vor mir lagenBlühend hell im Sonnenschein.

Anten murmelten die WogenWilde Zaubermelodeyn,

Süße Ahndungschauer zogenSchmeichlend in mein Kerz hinein.

Lausch' ich jetzt im Sang der Wogen,

Klingt viel andre Melodey:

Schöner Traum ist längst verflogen,

Schöner Wahn brach längst entzwey.