Die Wünnebergiade.
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Da erhub sich männlich Tröffel:
„Sagt was soll das Weiberplärren,
„Selbst der edle Ochs der weinet,
„Er, den ich siir Mann gehalten!
„Aber Tröffel kann dies ändern!"
Sprachs, und rasch im edlen Zorne,
Packte er mein Schwein beym Kragen,
Band zusammen alle Vieren,
Lud es schnell auf seinem Schubkarn,
Und er schiebet flink und lustig,
Aeber Felder liber Berge,
Bis an Düsseldorfs Lyzeum.
Aber, der euch dies erzählet.
Wundert euch, das ist ein Jude,
And er hat ein Schwein besungenAus purer Toleranz.
5>. Äeine.
Aber den Helden des Gedichtes weiß ich nichts näheranzugeben. Das Bonner Aniverfitätsalbum der Jahre 1818bis 1819 nennt „Ferdinand Ignatz Wünnenberg, Sohneines Fabrikassessors aus Lethmathe bei Iserlohn, 21 Jahrealt", als Studierenden der Rechte. Möglich, daß hier HeinesMitschüler gemeint ist. Asthöver und Gahmen waren Lehreram Lyzeum, der letztere mit einer besonders stattlichen Figurbegabt. Gersheim ist Gerresheim in der Nähe von Düssel-dorf. Einer von Heines treuesten Jugendfreunden, HerrOr. Joseph Neunzig, dessen wertvolle Mitteilungen auf denvorhergehenden Seiten mehrmals erwähnt wurden, hat dortseinen Wohnsitz genommen und am 22. August 1873 seinfünfzigjähriges Jubiläum als Doktor der Medizin gefeiert.Erst seit dem ersten Abdruck dieser Mitteilungen hat er seinrüstiges Alter beschlossen. Viel vergebliche Konjekturen habeich aus die eigentliche Bedeutung des „Zernial" in der drittenStrophe verwendet. Ich muß gestehen, daß ich ihn zuerst fürein Apothekermittel hielt. Aber Herr Neunzig belehrte mich,daß man darunter den Namen eines Schulkameraden zu ver-