7t) 5?eine und I. B. Rousseau.
auch die von Strodtmann (I, 690) noch einmal abgedruckten„Zuckerpastillen" geliefert, kleine Gedichte in KeinescherManier, die wohl für Arbeiten Keines ausgegeben sind.Auch sonst enthält der Almanach einzelne Beiträge von nam-haften Schriftstellern, Koffmann von Fallersleben, Immer-mann, Rellstab, im zweiten Bande ein episches Gedicht: „Diedrei Cliffords" von Fouque und Reliquien von Schenkendorf.Daneben findet man aber ein Übermaß gewöhnlicher Reime-reien, besonders unter den Beiträgen des Herausgebers wohldas Anreifste, was jemals aus seiner Feder gekommen ist.Keine konnte sich in solcher Nachbarschaft nicht behaglichfühlen. Für den zweiten Jahrgang, der, mit dem „Zensur-siegel der Polizeibehörde in Münster" verziert, 1824 in Kammans Licht trat, hat er unter eigenem Namen nur ein Ge-dicht beigesteuert, freilich ein so anmutiges, wie das Lied:„Gekommen ist der Maie". Dagegen enthält die vonRousseau in Cöln 1824 herausgegebene Zeitschrift „Agrip-pina" wieder elf Keinesche Gedichte*). Keine war es sogar,der, wie noch zu erwähnen, durch die Mitteilung eines nichtunter dem „Zensursiegel" abgedruckten Volksliedes die rascheUnterdrückung der Zeitschrift herbeiführte.
Rousseau verlor den Mut nicht, er wandte sich nachAachen, wo er bei einem befreundeten Buchhändler Anter-kommen fand, und brachte es dahin, daß schon am 1. Januar1825 die „Reinische Flora, Blätter für Kunst, Leben, Wissenund Verkehr", erscheinen konnte. Jetzt ist sie beinahe ver-
*) l. „Die Wälder und Felder grünen" (Werke herausg. v. Elster II,68, Nr. 27); 2. „Er steht so starr wie ein Baumstamm" (das. I, 242);3. „Man glaubt daß ich mich gräme" (1,110; Nr. 30); 4. „Du bistja tot und weißt es nicht" (I, 413); 5. „Lieben und Sassen, Sassenund Lieben" (II, 68; Nr. 28); 6. „Daß ich dich liebe, o Möpschen"(II, 68; Nr. 29); 7. „Tag und Nacht Hab' ich gedichtet" (II, 69; Nr. 3V);8. „Die Jahre kommen und gehen" (I, 107; Nr. 25); 9. „Draußenziehen weiße Flocken" (l, 295); 10. „Es saßt mich wieder der alteMut" (II, 10; Nr. 18); 11. „Aus den Wällen Salamancas" (I, 131;Nr. 80).