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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
Seite
61
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Polizeidruck, Ein Erlebnis Äeines von 1827. gl

kam, ist hier nicht zu erörtern. Ich erwähne nur noch einErlebnis, das mir von Herrn Vincenz von Zuccalmaglio er-zählt wurde, dem lim die Mitte der 70er Jahre verstorbenenrheinischen Schriftsteller, welchem ich auch die Nachrichtenüber das Verhältnis seines Onkels Franz von Zuccalmagliozu Heine (o. S. 15) verdanke.

Als ich mit meinem Bruder", schreibt Herr v. Zuccal-maglio,18271830 in Heidelberg die Hochschule besuchte,hielt sich Heines jüngerer Bruder zun: Studium der Medicindort auf, und Heine besuchte ihn. Mein Bruder erzähltemir, daß er ihm begegnet sei und sich sehr angelegentlichnach seinem Freunde, dem Oheim Franz, erkundigt, auch vielRühmens von ihni gemacht habe. Einige Tage oder Wochendarauf (das Jahr vermag ich nicht anzugeben), saß ich mitmehreren Studenten auf der Wartburg bei Weinsberg, jen-seits Heilbronn. Heinrich Heine war mit einer andern PartieStudenten, worunter auch sein Bruder, anwesend. Da tratein württembergischer Polizeimann in Civilkleidern unter diezechenden Studenten und ließ sich den Verfasser derReise-bilder" zeigen. Er gincs dann auf Heine zu und frug, ober die Ehre habe, den Dichter Heine vor sich zu sehen. DerAngeredete schien freudig erregt und glaubte wohl, der Herrim Frack würde ihm Huldigungen, die seiner Dichtergrößegebührten, darbringen, wurde aber bitter enttäuscht, da er ihnim Namen des Gesetzes für eineil Häftling erklärte und ausdem Schub über die Grenze brachte. Dies ist das erste undletzte Mal, daß ich H. Heine gesehen. Mein Bruder wußtemehr von ihm."

Das Erlebnis ist unzweifelhaft in den November 1827zu setzen. Heine war im Sommer dieses Jahres aus Eng-land zurückgekehrt; einein Rufe des Freiherrn von Cottas .folgend, verließ er Hamburg Ende Oktobers und reiste listet'Lüneburg, Frankfurt, Heidelberg, Stuttgart nach München,