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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
Seite
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ZZ Äeine vor dem Bonner Aniversitäts-Gericht.

Nation durch die Festung Metz und jeden Fuß breitLandes, auf dem französisch gesprochen wird, für nicht zuteuer erkauft hielte. Doch hier ist nicht der Ort, desgleichenweiter zu verfolgen; diese Bemerkungen sind vielleicht schonzu lang im Verhältnis zu den kurzen Notizen, die ich an-zuschließen habe.

Für die Entwicklung eines bedeutenden Mannes ist häufigder erste kräftige, mit vollem Verständnis aufgenommene Ein-druck entscheidend. Auch Äeines politische Richtung wurdewohl für immer dadurch bestimmt, daß seine Llniversitätsjahrein eine Zeit fielen, in welcher alles, was einer freierenRegung nicht ganz und gar zuwider war, sich in notwendigemGegensatz zu den herrschenden Gewalten fühlte. Eben alser in Bonn eintraf, hatte der Karlsbader Kongreß seine un-heilvolle Tätigkeit geschlossen, die Zentraluntersuchungskom-mission in Mainz stellte ihre Netze gegen die Lehrer undLernenden an den Universitäten, die Burschenschaft, die Turn-vereine wurden unterdrückt, ein unvorsichtiges Wort, einmißfälliges Kleidungsstück genügte, um Verdacht zu wecken,vielleicht eine kriminalrechtliche Untersuchung zu veranlassen.Es scheint nicht, daß Äeine sich in Bonn mit Vorliebe po-litischen Bestrebungen zuwendete, aber daß sie ihm auch nichtfernlagen, beweist schon ein längeres Gedicht, das auf einerfolgenden Seite aus Sethes Papieren in seiner ursprüng-lichen Gestalt veröffentlicht wird. Mehrere seiner nächstenBekannten sah er in eine Untersuchung verwickelt, sich selbstwenigstens als Zeugen vor den Richter gerufen, und zwarschon in den ersten Tagen seines Bonner Ausenthalts, eheer einmal die wirkliche Aufnahme in die Listen der Universitäterlangt hatte.

Der 18. Oktober, der Tag der Leipziger Schlacht undder Eröffnung der Universität, wurde auch im Jahre 1819festlich begangen. Ein Zug von Studenten zog Abends aufden Kreuzberg, wo bei dem Schein der Fackeln und ange-zündetem Freudenseuer ein Berliner Theologe, in Worten,