Gewnot des Dichters.
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Sethe nicht rechtzeitig zurückgeben konnte, auch in den Briefenan Moser ist beständig von Geldanleihen die Rede. Anddoch konnte ein Student mit der vom Onkel ausgesetztenSumme, 4—500 Taler, und den Nebeneinkünften, die aus.Honoraren erwuchsen, in Göttingen und Berlin vor achtzigIahren sehr wohl ausreichen. Für die Badereise war ihmdie nicht unbedeutende Summe von 50 Louisdor zur Ver-fügung gestellt, kurz vorher, am 22. Juli, hatte er auch vonMoser (XIX, 225) wieder 10 Louisdor erhalten. Gleich-wohl muß er jetzt schon wieder leihen; er gesteht selbst, daßer das Geld „vertrödelt", wahrscheinlich zum Teil verspielthatte. Wie er aber leicht an einen fremden Beutel An-sprüche erhebt, so zeigt er sich auch, wenn nicht gerade pünkt-lich, doch immer gewissenhaft im Wiedergeben und immerbereit, selbst mit eigenen Opfern Bekannten, ja, dem erstenBesten, der bedürftig ist, zu helfen. Die Korrespondenz bisin die letzten Zeiten enthält, mehr als man wünschen möchte,Einzelheiten dieser Art. Selbst die wenigen Louisdor, dieer zuletzt von Sethe empfing, spielen darin noch lange eineNolle. Die Rückgabe erfolgte nicht so zeitig als Feinewünschte. Aber anderthalb Jahre später in London, als ereinem glücklichen Zufall, oder muß man sagen, einem kühnenGriff in den Kredit seines Onkels augenblicklichen Überflußverdankte, erinnerte er sich auch seiner Gläubiger. Am9. Juni 1827 schickt er an Moser eine Anweisung, um sichselbst bezahlt zu machen und auch Sethe die schuldigen fünfLouisdor zurückzuzahlen. Moser zögerte mit der Berichtigungdieser Schuld, und so erhält er am 30. Oktober aus Lüne-burg die Weisung, für die fünf Louisdor und vier andere,die Äeine noch zugute kamen, einen Wechsel aus Frankfurtzu kaufen (XIX, 318). Feine fürchtete nämlich, auf derReise nach München mit dem Gelde nicht auszukommen.Bis nach Italien verfolgt ihn die Erinnerung an diese geringeSchuld, an die er gewiß nie gemahnt worden ist. „Sagemir doch," schreibt er am 6. September 1828 aus den Bädern