46
Aus Äeines Jugendzeit. Äeine und Christian Sethe.
können, aber ich habe noch nichts Gedrucktes erhalten. Ineinigen Wochen werde ich Dir aber ganz bestimmt etwasschicken.
Lebe wohl, lieber Christian, und bleibe nur gewogen.Deine Frau grüße ich recht herzlich. Wenn Du mir schreibst,so laß mich doch etwas vom Kreisler wissen. Deine Briefetreffen mich immer, wo ich auch bin, wenn Du sie nuraddressirst an: den Dr. für. Ä. Äeine, per Addresse desÄerrn Äeine auf dem Markt in Lüneburg. Sey überzeugt,daß ich Dich recht liebe; auch von Deiner Zuneigung binich überzeugt. Giebst Du mir doch davon die vollgültigstenBeweise.
Ich bleibe dein Freund
E>. Äeine.
Auch im August des nächsten Jahres 1826 befand sichÄeine in Norderney unter sehr ähnlichen Verhältnissenwieder in lebhaftem Amgang mit der Fürstin Solms, wiederbegünstigt von der schönen Cellenserin, deren Abreise einJahr früher ihm das Äerz so schwer machte. Auf diesenletzteren Aufenthalt bezieht sich der Aufsah: „Norderney"im zweiten Bande der „Reisebilder". Wahrscheinlich ist eraber zum Teil schon früher und in Erinnerung an den erstenAufenthalt verfaßt. Dafür zeugt unter anderem die Be-merkung über die Fremdenlegion, die beinahe wörtlich wiein dem Briefe an Sethe darin vorkommt, allerdings ohnedie sonderbare Gegenüberstellung der hannoverschen undpreußischen Waffentaten.
In den hier mitgeteilten Briefen sind die finanziellenAngelegenheiten, wie überhaupt in Ä ein es Leben, nicht geradeein erfreuliches Moment. Er befand sich unablässig in Geld-verlegenheit, weniger weil seine Einkünfte zu gering waren,als weil er nicht hauszuhalten wußte. Schon in dem Briefevom 14. April 1822 lesen wir von neun Talern, die er