Heines Briefe vom 1. Sept. und 12. Nov. 1825. 45
Sab ja auch niemand der mir ratheu kann. Meine jetzigeReise beschreib ich. Meine Sarzreise hoffe ich Dir nächstenMonath zu schicken. — Leb wohl, werde kein Philister, be-halte mich lieb. — Sol mich der Teufel ich werde senti-mental.
Dein Freund
S. Seine.
VII.
z. Nil, 25.
r. ''N 26. Lüneburg, den 12. Nov. I825.ch
Lieber Christian!
Die 5 Friedrd'or habe ich richtig erhalten, so wie ichauch diese Tage Deinen Brief vom 16. Octbr. richtig vor-gefunden habe. Da ich doch vermuthe, daß Du jetzt nichtmehr in Bokum seyst, so melde ich Dir dieses nach Cob-lenz. Ich bin im Begriff jetzt nach Samburg zu reisen, wo-hin ich von Norderney aus schon segeln wollte, aber wegenkonträren Windes nicht gelangen konnte. Ich lag 6 Tageauf der See, muste doch endlich zu Land gehn, bekam unter-wegens die Rose am Bein muste doch um Geld schreibenu. s. w. Deine 5 Ld'or sind mir, obschon sie spät anlangten,noch immer gut zu statten gekommen, ich will sie Dir zeitigzurückschicken und Dich jetzt mit keiner Danksagung belästigen.Auch fehlt es mir dazu an Zeit, indem ich zu meiner Reisenach Samburg noch allerlei) Geschäfte habe. Ich will Dirvon dort aus ordentlich schreiben. Vielleicht kann ich Dirdie Nachricht mittheilen, daß ich mich dort als Advokat nieder-lasse, heurathe, viel schreibe u. s. w.
Mit meiner Schriftstellerey geht es gut genug. GenugVorrat von Mspt. Ich gedachte Dir etwas mitschicken zu
'') Der Brief trägt den Poststempel: .Hamburg, 22. Novemberund ist nach Koblenz adressiert.