VIII
Vorwort.
der Chronologie von Seines Leben angepaßt hätten, und so hättenalso z. B. die mehrfachen Bemühungen Süffers, über das Geburts-jähr Seines vollends ins Klare zu kommen, nicht wie jetzt an dasEnde des Werkes, sondern an den Anfang verwiesen werden müssen.Dieses Verfahren hätte jedoch wegen mancher Einzelheiten, die vor-gebracht werden, nicht ohne bedeutende Umgestaltungen des Textesdurchgeführt werden können, Umgestaltungen, die wohl dem Autor,nicht aber dem Herausgeber geziemen. Es kommt hinzu, daß Süsserin den später geschriebenen Aussätzen des öfteren Verweisungen aufdie früheren angebracht hat; und auch diese hätte ich tilgen oder um-formen müssen, wenn ich der erwähnten Gruppierung des Stoffesden Vorzug gegeben hätte. So blieb für mich nichts anderes übrig,als die Mehrzahl der Essays in der Reihenfolge ihrer Entstehung ab-drucken zu lassen. Sie werden auch so ihre Wirkung tun und werdenwie die sich erweiternde Erkenntnis des Autors selbst, so die Fort-schritte der Seinesorschung im allgemeinen in anziehender Weiseverdeutlichen. Nur für die älteren Aussätze, die vor dem Jahre 1878entstanden waren, hatte Süffer selbst bereits in seinem Büchlein „Ausdem Leben Heinrich Heines" die Anpassung an den Lebenslauf desDichters durchgeführt, und es schien mir das Nichtige, diese Gruppeseiner Aufsätze, über der er sichtend hat walten können, als erstenTeil unserer Sammlung in ihrer schönen Nundung unverändert zuerhalten. Der Verlagsbuchhandlung der Herren Gebrüder Paetelspreche ich auch an dieser Stelle den wärmsten Dank dafür aus, daßsie gestattet hat, jene ältere Schrift der vorliegenden vollständig ein-zuverleiben.
Süsser hat in der Mehrzahl seiner Aufsätze über Heine neuesMaterial erschlossen. Er war durchdrungen von der Überzeugung,daß die Aufdeckung greifbarer Tatsachen sehr viel wertvoller sei alskühne Urteile und Konstruktionen und schöne Redensarten. Er hatimmer festen Boden unter den Füßen. Durch den Hinweis aus diePapiere aus dem Nachlaß Sethes, Detmolds, Kellers, durch dieMitteilung der Bonner Universitätsakten usw. hat er unsere Kenntnisvon Keines Leben und Schaffen wesentlich bereichert. Er entwickeltein allen diesen Fällen einen sehr glücklichen Spürsinn. Indessen diesesMaterial ist nun durch ihn in den Besitz vieler übergegangen; es istvon der Heinesorschung mannigfach ausgebeutet und ausgedeutetworden; man könnte sagen: „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der