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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
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46o XXII. Von den brandenburgischen Aesten der Sliwin.

tercy» Das Fußvolk hatte einen eigenen, er hieß Oberster. Das Geschütz, und wasdahin gehörte, stand wiederum unter einem besondern Ancgsbcdicnten, dessen NameFeldzeuIineister war ; diese Benennung ist die einzige von den dreyen, mir welcher der-malen noch der alte Vegris verknüpft geblieben. Man kann nicht genug auf die verschie-denen Bedeutungen der nämlichen Wörter in verschiedenen Zeiten acht haben, wenn manVon der Sache, die sie bezeichneten, richtig urtheilen will.

Als solch ein Feldmarschall wohnte Schlichen mit seinem Fürsten den Belagerunsgen von kllttz und Ingolstadt bey. Uuvermuthct aber fand steh die Ncnmark durch ei-nen feindlichen Einfall bedrohet, und der Landesherr ernannte Schlichen zum Leldober-sten des Schutzhccrs.

Von dem alten Geiste derAbentheucre herrschte damals noch ein gewisser Ueberrest,ihn begünstigte die schwache Verfassung der mehrestcn christlichen Staaten. Kleine Hau-fen konnten durch einen unverhoftcn Angrif ost grosse Dinge verrichten, weil es fast nochkeine stehende Schaaren gab. Von diesem Geiste belebt, vielleicht ohne einen bestimmtenZweck zu haben, warb Herzog Erich von Vraunsch'.vcig unvermutet ein Kriegsherrvon zwölf lausend Mann, theils zu Roß, theils zu Fuß, und erschien plötzlich damit aufden Gränzen der Mark, wo man sich anfänglich nichts Gutes zu ihm versah; aber er be-gehrte nur einen Durchzug weiter nordwärts, und man mißt ihm eine Absicht bey , die,wenn er sie in der That nicht hatte, wenigstens das Gepräge der damals noch herrschen-den romantischen Denkart führte.

Ueber Preussen war Markgraf Albrecht von Brandenburg durch das Recht derZuträglichkeit aus einem gewählten Hochmeister des deutschen Ordens zum erblichen Her-zoge geworden. In dem benachbarten üicflande spielte ein Prinz Lllagnus von Dän-emark mit Hülfe des russischen Czarcn den Meister. Albrecht hatte Erichs Schwesterzur Gemalin; Magnus besuchte ihren Hof aus nachbarlicher Freundschaft oder Langer-weile. Er fand ihren Kopfputz nicht fürstenmassig genug, und riß ihn , wie man sagte,spottend von den Haaren. Der Gemal scheint sich deswegen nicht für beschimpft gehal-ten zu haben. Der Bruder hingegen soll der Meynung gewesen seyn, die Beleidigungseines Geblüts mit Heereskraft rächen zu müssen. Andere Entwürfe lagen vielleicht hin-ter dieser Decke verborgen.

Markgraf