XV.
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Von dem Birkenfcldischen Zweige.
Dietrich.
HUan ?ennt sein Geburtsjahr nicht; wenn er aber eben derselbe ist, dessen Caspar
Gchün in seiner preussischen Chronik S. 458 erwähnt: so half er im Jahr 1517den Vergleich des Königs von Polen mit dem Bischöfe zu Ermeland stiften, und erscheintdamals im deutschen Orden gewesen zu seyn, denn Schütz nennt ihn einen Verwandtendesselben.
Seit dem nachtheiligen Frieden vom Zahr 1466 befand sich die Gemeinheit dieserweyland furchtbaren Eroberer in der mißlichen Lage eines Todkranken, der sein naheSEnde umsonst durch Arzneyen zu verzögern sucht; sie schwebte, wie jeder misvergnügteSchwache, zwischen versuchter Widerspenstigkeit und abgenötigtem Gehorsam. Der Hoch-meister Ludwig von Erlichshauftn hatte der Krone Polen huldigen müssen. Unterihren Fahnen war sein dritter Nachfolger, Hans von Treffen, ans Lehnspflicht nach derWallachey zu Felde gezogen und daselbst 1497 umgekommen. Ihn begleitete Dietrichsvon Schlichen Bruder Eustachiue, und fand dort auch sein Grab. Aber bey einerjeden günstigen Gelegenheit trachtete man die vorige Unabhängigkeit wieder zu erHaschen.Alles Bestreben zweckte dahin ab» Friedrich, Herzog von Sachsen, war, gegen langeGewohnheit, aus einem grossen Fürstenhause zum Hochmeister erkohren worden, damit erder schwankenden Rittermacht zur Stütze dienen mögte; auch leistete er den an Polen Versheissenen Eid der Treue nicht, so lange er lebte. Nach seinem Tode erhoben gleiche Be-wegursachen den Markgrafen Albrecht von Brandenburg, einen Schwestersohn despolnischen Monarchen Sigismund's, auf den erledigten Stuhl. Allem solche Hülfsmittelsetzen andern Gefahren aus ; mächtige Oberhäupter ohnmächtiger Gemeinwesen ge-deihen bald aus Vorstehern zu Herren. Auf ähnliche Art verloren ungefehr um dieselbeZeit Spaniens berühmte Ritterorden ihre ganze Wichtigkeit dadurch, daß sie den Königselbst zum Grosmeister annahmen.
Eee Z Albrecht