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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
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351
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XII.

Von dem ausgcstorbeneii danziger Zweige.

(^ie Brüder des olivischen Abts Lauipertus Schliessen erhielten zwar durch ihn daS

Bürgerrecht zu Danzig, und den Zugang zu den obrigkeitlichen Aemtern dieser da-mals wichtigen Stadt/ gleichwol finden wir nicht, daß ihre Nachkommen Gebrauch da-von gemacht haben. Dahingegen ließ sich bald darauf von dem zuvor beschriebenen jun-gem Zweige Johann, ein Sohn des Nikolaus, daselbst nieder und starb im Jahre 1600.

Mit Helena von Tesmar, der Tochter Jakobs von Tesmar und Marien vonCalsow, hatte er ausser dem Sohne, dessen Nachkommen in Pommern geblieben sind (1),einen Namens Johann, und einen Namens Christian gezeugt. Die Absprößlinge dieser letz-tern gediehen in Danzig zu verschiedenen besondern Zweigen, bis einige derselben allmälig aus-grenzen, zween davon aber im Jahre 171Z durch die Heirat Valentins, des UrenkelsJohanns, mit dieses Urenkelin Dorothea Constantia wieder zusammen wuchsen, und inihrer beyder Sohne Valentin Leo vor wenig Jahren endlich alle abstürben, wenn unSnicht etwan ein irgendwo noch davon vorhandenes Reis unbekannt geblieben ist.

Diese danziger Zweige scheinen den lächerlichen Eckel, welchen der deutsche Adelvor Alters am Kaufhandel fand, zeitig abgelegt und nicht geglaubt zu haben , daß esniederträchtiger sey, kostbare Güter entfernter Gegenden mit stolzen Schiffen abholen und,gegen ganze Ladungen derselben, das Gold der Nachbaren eintauschen zu lassen, als mitelend bespannten Wagen die Feldfrüchte vom Acker heimzubringen, oder aus hauslichenKleinigkeiten darbend einige Thaler zu lösen; die Vernunft war auf ihrer Seite, aber dieherrschende Meynung noch nicht.

Vergebens für Geringere trozte dieser Meynung einer unserer größten Kaiser durchsein hohes Beyspiel schon lange zuvor. Friedrich der Zweyte, welcher so manche Irr-thümer

(r) Siehe S. 347.

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