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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
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XXII.

Bon den brandenburgischen Acsten der Sliwl».

sx^aß Nachkömmlinge Albrechts des Barett die Mark Brandenburg fast zwey Jahr-hunderte beherrschten, bis der dortige Zweig derselben mit IValdemar abstarb, istbekannt; aber, wer war eigentlich jener Mann, der unter dem Namen desselben die Re-gierung seines Nachfolgers so lange, so seltsam beunruhigte? Ein Mann, der 1Z4Z an-fänglich zu Magdeburg bey dem dortigen Erzbischofe, hernach auf der Churfürstenver-sammlung zu Rennst , sich für den 1319 verstorben geglaubten Markgrafen zu erken-nen gab : der vorwandte, häusliches Herzeleid , verknüpft mit Gewissensbissen, befolgtvon Wahnsinn, hätten ihn ehmals der Regierung überdrüssig gemacht, deswegen wärevon ihm eine entfernte Walfahrt unternommen, der Ort verborgen, die Nachricht vonseinem Absterben vorschlich ausgestreuet worden: jezt aber, nachdem lange Pilgrimm-schaft den Schmerz gehcilct, das Gemüth beruhigt, die Vernunft hergestellt habe, kämeer zurück, um die Verwaltung seiner Staaten wieder anzutreten?

Ihn erkannten der Herzog von Sachsen-iVittenberg und die Fürsten von An-halt für ihren Vetter, den sie als tod betrauert: — der Churfürst von Trier für sei-nen Genosten, mit welchem er sich ehemals auf zween Wahltägen befunden: — der Erz-bisthof voi: Magdeburg, aus dem Haust Hessen , einer der Herzoge von Mecklen-burg, eine Menge von Adel — für den IValdcmar, in dessen Gesellschaft sie ehemals viel-fältig gelebt hatten ; und fast alle Stände der Mark entsagten ihrem neue» Gebieter,um wiederum dem alten zu gehorchen»

Sonderbar war die Begebenheit, doch keinesweges ist sie in der Geschichte der Völ-ker — selbst nicht in der von andern deutschen. Provinzen — ganz ohne Beyspiel.Denn, ein Jahrhundert vor derselben trat Valduin, Graf von Flandern, einen Kreuz-zug gegen die Ungläubigen im Morgenlande an, half zufälliger Weise Cvnstantinopel, diedamalige Hauptstadt eines christlichen Reichs bezwingen, und wurde dort zum Kaiser aus-gerufen. Mit der Zeit erscholl in seinen Erblandcn das Gerücht, er habe nach einer un-glücklichen Schlacht gegen die Bulgaren, worinn er gefangen wurde, das Üben durch dieWuth des Feindes verloren, und Flandern huldigte seiner Tochter Johanna» Lange

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