XIX.
Von dem weyland pulsnitzischen, jezt kleinmilkauischen Zweige.
Balthasar,
der erstgeborne des uncrwicsencn Liborius, zn Folge Valentin König, aber nach den preus-sischen Urkunden, der dritte Sohn Georg's des jüngeren, ist der Urheber dieses Zwei-ges, Von ihm sagt König weiter nichts, als daß derselbe Herr aufPulsnitz, daßMag-dalcna pflügen aus sampcrswalde dessen Gemalin gewesen sey, und daß sie ihm aus-ser verschiedenen Töchtern geboren habe: einen lLustachius, von welchem keine Brüdernamhaft gemacht werden. Uns aber ist vom Valrhasar noch ein anderer Sohn, NamenSGeorge, durch die Leichenrede aufzwecnseiner Söhne bekannt geworden, und die preussi-schen Urkunden, welche diesem auch einen Eustachius zum Bruder geben (i), gedenken sei-ner. — Fast alle bekannte Umstände sind König zuwider» —-
Die Gattin Georgens war Sara von Gtanpiy; sein Eigenthum das GutStansdorf in der Mark, vermutlich von ihm erworben ; seine Bedienung die voneinem Ruch-und Lischmeister des Churfürsten Johann Georgs von Brandenburg;er starb 1586. Der altere von den beyden Söhnen , durch die wir den Vater kennenlernten, war Iahn: der jüngere, Dalchasar; beyde wurden noch zu Pulsnitz, jenerizüü,dieser drey Jahre spater geboren.
Iahn, vierzehn Jahre alt, wandelte zu seinen Vettern nach Preussen. Sie brachtenihn unter die Edelknaben ihrer Herzogin. Nach vier Wintern kam er wieder heim, undIZ88 folgte er seinem vermutlich alteren Bruder George, den wir sonst nicht kennen,nach Oesterreich. Hier wurde Fürst Septimus von Lichtenstein sein Brodherr. In demfolgenden Jahre begleitete er Hansen von Nlollar, Kaiser Rudolphs Bottschafter, nachConstanrinopel. Noch ein Jahr später suchte er sein Glück in Italien als gemeiner
Söldner,
(1) Siehe Beylage blro. 75.
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