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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
Seite
371
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XIV.

Von detl preussischen Aesten des märkischen Stammes,und von ihrem Urheber.

Geor g e.

Ein Ast der Gliwin wurde um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts nach Preussenverpflanzt, nicht unbemerkt, nicht ctwan durch einen vergessenen Wanderer, den dunkeleZufälle aus der Heymat in die Fremde versezten, ohne ihn empor zu bringen, sondernauf eine landkündige Art, bey entscheidenden Vorfällen und von einen: versuchten Krieger,der dem künftigen Vaterlande seiner Nachkommen einen ansehnlichen Haufen von fremdenReisigen zu Hülfe führte , und daselbst Ehre nebst Reichthum erwarb» Dieser merkwür-dige Mann, welchen die heutigen Grafen und Wein von Schlicken in Preussen zumAnHerrn haben, war Georg von Schlüssen, Sliven, Sliwen, oder Sliben; denn soverschieden liefet man seinen Namen in gleichzeitigen Urkunden. Er selbst unterschreibtsich Sliven in einem noch vorhandenen Briefe sr). Aber wie bekannt auch immer feineHandlungen geblieben sind, so finden sich doch dieVoraltern desselben dergestalt vergessen,daß Vermuthung selbst es kaum wagt, sie namhaft zu machen»

Neber das heutige Königreich Preussen, über die Neumark, über Curland, Se-nn'gallen, üicfland und Astland herrschte damals noch seit zwey Jahrhunderten einaristokratischer Senat von Rittern» Auf Zuträglichkeit, durch Muth in Eroberung ver-wandelt, beruhte sein Recht; Verträge begränzten dasselbe; er bestand blos aus deutschemAdel; fein Ursprung aber war doppelt gewesen»

Zwo vaterländische Kriegerzünste, nämlich die der Jungfrau UNanen, und dieder Christus:itrer oder der Schrverdrrager hatten zwar ihr Daseyn, fern von einan-der — jene am Jordan, diese an der Düna — empfangen: aber der gemeinschaftlicheZweck, neue Söhne für die Kirche, Land und Leute für sich selbst zu erwerben, hieß die-selben

(i) S» Beylage Kro. 37.