z66 XIII, Von dem markischen Stamme der von Slywin.
dieser Fehde bietet einen Jug zur Schilderung der gleichzeitigen Sitten dar. Im TreffenWaren viele Magdeburger, namentlich ein Ludcwig lTteuendorff, nebst andern Ritterngefangen, und unter gewissen Bedingungen, für welche ihr Ehrenwort die Bürgschaft ge»leistet hatte, erlassen worden» Als sie aber das Versprechen nicht erfüllten, schickte man«nfänglich allenthalben Schektbriefe umher, allein vergebens; — „daher es endlich„kommen, (sagt Angelus) daß sie alle fchmalig abgemalt worden in einem Tanz «nie blau-ten Handen, und Lndewig Newendorf als Vortanzcr forne an, mit einem weißen„Hure, mit einer rochen Schnur umgeben, wie die Scharfrichter pflegen zu rras^gen" (i). Hans von Schlichen bewohnte das Schloß Lrpsach, das, wie Angelussägt, „Markgraf Jobst 1409 aus Geiz und Begierde des Geldes .... vor zwey taus„send Schock böhmischer Groschen erblich verkaust, welches Schloß zur selben Zeit Val-„zer von Schlichen, eines ehrlichen frommen und sireitbaren Ritters Kinder inne hat-ten, und hat diese Kinder mit zwey hundert Schock böhmischer Groschen abgewiesen" (2).
Valthasar von Slieven befand sich 140z unter den Standen der Mittelmark, alsIhr die Grafen Heinrich und Günther von Schwarzburg zu Verwesern vorgesetzt wurden (z).
von Sllwin bezeuget 1405.1404 einige Urkunden (4):
Otto von Sliwm 1406 deren auch eine (5)»
Valthasar von Slyffen des Iohanmterordens Hemneisier der Mark, schloß 7455«inen Frieden mit dem Hochmeister deutschen Ordens m Preussen, Paul von )^usdorf(6);zener war vermuthlich eben derselbe, welcher 1416 in einer pvmmerschen Urkunde derGades Ridder Dalchazar van Siewcn, und 1419 in einer andern, Pfleger zu Kiezen
genannt
(1) i. dess. Chron. S. 179-180»
(2> Sbendasilbst S. 184.
(z) S- Beylage 20.
(4) S. Beylage Kr«, 21-22-
(5) Schötgm und Kceysigö Nachlese zur obsrfachsi'schen -liplsm. Histor. S. 297»S. Beylage dlrv, 26.