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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
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den gemeinschaftlichen Anhcrm aller neuern Zweige desselben. 209

spiele gerechtfertigt. Daß es ewig bestehen sollte, schwuren sämmtliche Nathöhcrrcn. Siewerden alle mit Namen genennt; aber unter ihnen ist Niemand von den Schliessenmehr (1). Allem Ansetzn nach hatten diese lieber vor der Hand Cvlbergs Steuerruderfahren lassen, als ihren Landgütern entsagen wollen (2). Der Verkauf von Grosmöl-len, welches Henning Schliefst schon im Jahr izzz an Hermann Damiy überließ,konnte keinen Bezug hierauf haben, weil der Nathöschluß noch nicht gefasset war. Je-doch blieb dieses für die Ewigkeit erschaffene Gesetz, wie so manche andere, nicht lange ittseiner Kraft; denn etwan hundert Jahre darnach war ein Caspar Schliessen, seiner Land-güter ungeachtet, wiederum Rathsherr daselbst, that sich in Faustrechtshandcln wie einanderer hervor: ja, wußte selbst das Gemeinwesen in eine seiner Fehden mit dem deut-schen Orden in Preussen zu verwickeln; und man findet, daß Landgüter einen Ewald vonDlankcuburg, (welcher auch in der Ahnentafel der Schliessen des ältesten Zweiges vor-kommt) nicht verhinderten, im Jahr lAZo das Colbergische Bürgerrecht zu erhalten. Ergewann es, trotz dem ewigen Gesetze, mit der einzigen Bedingung, daß die Stadt keinenAntheil an dem Unfugs nehmen sollte, der ihm etwan seiner Güter halber zuwachsenmogte (z).

Nach der niederdeutsch-pommerfchen Mundart geht der Name Schliessen gewöhn-licher Weise in Schlecfst oder Schleifst über. Nach der hochdeutschen hingegen hat diesesnicht statt; gleichwol war ein Bartholduö Schleifstim Jahr 1468 Hauptmann zu Jena-in Thüringen (4). Die Güter des adelichcn Hauses von Schlowin oder Sieben lagen

zwar

(1) Nango vrig. poui. x. 2Z0. S. auch Beylage l>lc>. 17.

(2) Ans Mangel von Nachrichten müssen wir uns blos mit Vermuthungen begnügen. ESist aber auch nicht zu verwundern, daß man mehr von denen Schliessen weiß , die sich inColberg aufgehalten, als von denen die ausserhalb gelebt haben. — Diese Stadt hat vombreyzehnten Jahrhunderte an, bis in die neuern Zeiten keine gänzliche Zerstörung erlit-ten. Es sind daselbst zwey Archive vorhanden, das Archiv des Domkapitels, und das Ar-chiv des Natbs. Der verstorbene Prediger wachs har vor einigen Jahren vieles davonabgeschrieben, und sein Sohn, welcher des Vaters Sammlungen besitzt, hat uns darausmanche Urkunden mitgetheilt, diebiö dahin dem Geschlechte selbst unbekannt waren. DieRittersitze aus dem Lande hingegen wurden in den Fehdczeiten weit öfter, als die Häuserin ansehnlichen Städten verwüstet, und mit den Wohnungen giengen die Nachrichtin derBewohner unter,

<Z) Rango cirlg, xom. p. 2Zq.

(4) Bayers Beschreibung der Stadt Jena.

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