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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
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8 !l. Von der Beschaffenheit des deutschen Adels

eine angestammte Ungleichheit jene in Vornehme und Unvornehme von Geburth;diese in erbliche Patricier und Plebejer; ein Unterschied, der früher oder spater in allenfreyen Verfassungen entsteht, so oft als keine Hindernisse den natürlichen Lauf der Dingedurchkreuzen» Verschiedenheit der Glücksumstände gebiert Verschiedenheit von Wichtig-keit, folglich von Einfluß; dieser aber befördert oft den Sohn zu Pflegen, die der Vat-ter verwaltet hatte. Mit der Zeit erkünstelt Verschlagenheit ein Erbgut aus dem Un-terpfande; und wenn die Gepflegten nicht auf ihrer Hut sind, so wird das Gesipp ihrerebenbürtigen Pfleger sich allmälig besser achten , als das ihrige. So war es weylandin Latium; so in unserer noch wilden Heymath, ergangen. Auch in beiden Gegendenergrif der übervortheilte Stolz wider den Uebervortheilenden mehr als einmal die Waf-fen (l). Als aber endlich Rom, einem einzigen Bürger, Deutschland, einen, einzigenManne, Unterthan geworden war, und dort Cäsars hier Chlodervigs Nachfolger, mehroder weniger, willkürlich herrschten; da mußte der angestammte Unterschied, zwischen Bür-gern und Bürgern, Mannen und Mannen, schwankender werden, als zuvor; weilGunst nicht selten den aus der Dienstöarkeit des Haushalts entlassenen Knecht zu denwichtigsten Aemtern des Reichs erhob.

Verfassungen, über welche Alleinherrschaft gebietet, haben ohne Zweifel ihre eigen-thümlichen Fehler; aber die menschliche Gleichheit begünstigen sie im Grunde mehr, alsdiejenigen, worüber Freyheit vorzüglich zu ruhen scheint; oder besser zu sagen, über wel-che Vielherrschaft unter dem Scheine der Freyheit befiehlt. Hier entsteht über kurzoder lang ein wesentlicher Erbunterschicd; dort, wenn man das regierende Haus anS-nimmt, dauert er mehr dem Namen nach. Hier herrscht endlich der Vornehme in derThat; dort gehorcht er wie andere. Hier ist es das Spiel derer, die das Ruder desStaats ausschließlich in Handen haben, die übrigen stets in dem einmal bewürkten Ab-stände zu halten; dort findet der Beherrscher oft Ursache, selten Bedenklichkeitcn, denÄolzen zu erniedrigen, den Niedrigen zu erheben; mit einem Worte, den Unterschied zwi-schen beyden zu vermindern; auch zeigt sich derselbe weit unerheblicher in den Gegendendes frankischen Österreichs, wo Alleinherrschaft früher, als da, wo sie später, die Ober-hand gewonnen hatte.

Viere

fl) Roms Geschichte ist Zedermann bekannt; wer aber nicht weiß, was zum Beyspiel die un«vornehmen Manne der Sachsen, unter dem Namen von Stellingen, gegen die vornehmenthaten, dem kann es Niedhard lehren. ^