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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
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!. Einleitung.

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Seinen vergangenen Znstand mit ungetreuen Zügen abzuschildern, haben besoldeteGelehrte in neuern Zeiten oft für Dienerpflicht gehalten; eine wahre und vollständigeGeschichte desselben steht von der mit hinlänglichen Kenntnissen genährten Unpartheylich-keit erst noch zu erwarten. Die Hülfsmittel hiezu würden ohne Zweifel vermehrt wer-den, wenn einzelne Häuser ihre besondere Nachrichten häufiger bekannt machten, ohnesie zu verstümmeln. Letztere auszufi'nden, zu berichtigen, in ein Ganzes zu bringen, istbey gleichen Gaben, der Anverwandte geschickter als der Fremde; diesem geht das Be-wustscyn von manchen Umständen ab, das jenem die Unternehmung erleichtert. Freylichverheißt sie noch immer mehr Mühe als Ruhm. Die Grösse eines Gegenstandes ist fürdie Achtungsgrösse, welche die vorzügliche Bearbeitung desselben verspricht, keineswcgesgleichgültig» Götter und Heldenkämpfe vor Troja, nicht der Frösch-und Mäusekriegvergötterten ihren Sänger; dem ohngeachtet trennen noch mancherley Stnssen Entzückungvon Langerweile» Tausend Beyspiele lehren, daß auch anmuthige Kleinigkeiten gefallen,und vielleicht rührt der Eckel, welchen Geschlechtsnachrichten dem Leser zu erwecken pfle-gen, weniger von ihrem Inhalte, als dem Vortrage her.

Zwar müssen sie den reichen Putz der Romane durchaus entbehren; des Dorfjunkerswahrhafte Begebenheiten können unmöglich so reißen, als das ersonnene Leben seines un-nachahmlichen Seelsorgers—Sebaidus Ulothanker; — doch gibt es für gerreue Erzäh-lungen gleichfals einen erlaubten Schmuck. Er ists, wodurch uns die Angelegenheiteneiniger Bürger von Athen oder Sparta bekannter sind, als die Thaten unserer Aarleoder Dttsnen. Warum solle auch die Geschichte irgend eines adclichcn Gesippes, wennes sich schon durch nichts von hundert seines gleichen auszeichnet, unter einer schönen Federnicht eben so anziehend werden können, als das Familienstück unbekannter Originale unterdem Pinsel eines grossen Malers ? nicht der Stoss, sondern das Behandeln desselben; —-die wohlverstandene Anordnung des Gemäldes; — die Wahrheit des Ausdrucks; —>die richtige Farbenwahl; — selbst die überwundene Schwierigkeit der Stellungen, er-zwingen den Beyfall deS entzückten Kenners, welcher die Schöpscrstriche der Kunst, aufFaenza's thönernen Näpfen wie in den prächtigen Gemächern des Vaticans warzuneh-mcn weiß; und wenn davon nur Kenner Augen zu urtheilen verstehen , so pflegen anderegleichwohl sich daran zu ergötzen. Allein solch ein Werk erfordert eine Meisterhand, diegegenwärtigem Aufsätze fehlte.

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