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Hessisches Kochbuch
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333
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Kurze Uebersicht der Garten-Gewächse. 333

gehörig von einander entferne, damit keine Vermischungder Besaamung und dadurch keine Ausartung der einzelnenSorten start finde;

4) daß man die Gewächse, welche man zum Saamenziehenbestimmt, nicht in dumpfen Kellern aufbewahre, und imFrühjahr in gutes, doch nicht zu fettes Land setze.

Beim Saameneinsammeln muß man Acht haben, daß derSaamen nicht ausfalle, sondern ihn theilweise, je nachdem er derReife am nächsten ist, abschneiden und an einem schattigen aberluftigen Orte völlig nachreifen und trocknen lassen.

Kann man es haben, so ist es sehr gut, wenn man folgendeRegel beim Düngen befolgt:

1) hitzigen Dünger, als Pferde- und Schaafmist nur auf nasseskaltes Land und zu Mistbeeten zu nehmen;

2) kühlen Dünger, als Kuhmist, auf heißes und trocknesLand;

3) leichten Dünger auf schweres Land, und

4) schweren Dünger auf leichtes Laud.

Auch muß man den Gebrauch von ganz frischem unverwestemDünger, außer bei Mistbeeten, möglichst zu vermeiden suchen,wenigstens ihn wo möglich nicht nahe an die Gewächse selbstbringen, weil er sonst leicht Fäulniß bei denselben verursacht.

Die vortheilhafteste Eintheilung eines Gemüsegartens, hin-sichtlich der Dünguug desselben ist wohl folgende:

1) Fettes Land für 1859, d. h. solches, was im Herbst1855 oder im Frühjahr 1856 zuletzt gedüngt worden,wird im Herbst 1858 oder im Frühjahr 1859 gedüngt,und ist erforderlich zu: allen Kohlarten, Lattich, Gurkeu,Kürbis, Radiefen, Sellerie, Petersilie, Mangold, Kerbel,Thymian zc.

2) Dieses Laud giebt für 1860 solches, was keiner frischenDüngung bedarf, und ist am besten für: alle ArtenWurzelwerk, Radiefen und Sellerie ausgenommen, sowie auch für Zwiebeln, Unterkohlrabi oder Steckrüben,weiße und rothe Rüben und dergl.