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Hessisches Kochbuch
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329
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Nützliches Allerlei.

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955. Sehr gute Art, die Betten zu wichsen.

12 Loth gelbes Wachs, 12 Loth Seife und einen sehr knappenSchoppen Bier, läßt man etwa 1 Stunde zusammen kochen, dannganz erkalten, und bestreicht daun mittelst einer kleinen Bürste,die Betten damit. Diese Portion ist hinreichend zu einem Unterbett;zu einem Oberbett nimmt man das Verhältniß von 10 zu 12.Zu Gesindebetten nimmt man etwas mehr, und trägt es etwasstärker auf.

956. Kaffee, der von Seewasser durchdrungen gewesen, den ÜbelnGeschmack zu benehmen.

Nachdem man alle Steine und schwarze und grünliche Bohnenheraus gelesen hat, übergießt man ihn mit warmen Wasser undreibt ihn tüchtig durch, spühlt ihn dann mit kaltem Wasser abund trocknet ihn möglichst schnell entweder in der Sonne oder aufeiner warmen Platte.

957. Mittel, den Geruch von frischer Oelfarbe schnell zuentfernen.

Man setzt in die Stube, worin solche angewandt worden ist,eine beliebige Quantität Sauerkraut auf ein Kohlenfeuer, so daßes eine Zeitlang fortkocht, worauf dieses den Geruch an sich ziehtund derselbe aus dem Zimmer verschwinden wird.

958. Sehr gute Art, Thüren, Fenster zc. anzustreichen.

Hierzu nimmt man 8 Loth Gips, 12 Loth spanisch Weiß(iu dessen Ermangelung 20 Loth Bleiweiß) 2V Loth gelöschtenKalk, 2 Eiweiß und 2 Schoppen abgeschmandete Milch. DenGips siebt man durch ein feines Sieb, mischt die übrigen Speziesdarunter und theilt es in 3 Theile, von denen man zum erstenAnstrich Z mit N Schoppen Milch gehörig verreibt, und dasübrige H mit dem übrigen ^ Schoppen Milch, welches man zumzweiten und letzten Anstrich nimmt, sobald der erstere trocken ist.Diese Art anzustreicheu ist sehr billig, trocknet schnell, hat keineGefahr für die Gesundheit durch seine Ausdünstung und färbtnicht ab, und kann eben wegen allen diesen Eigenschaften oft

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